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Eine andere Sichtweise der Nacht

Vom Kommerz und aus der Hektik des Alltags entfliehen, das Dunkel der Nacht geniessen: Das Team des Weihnachtswegs Aeschi lädt bis zum 6. Januar zum Verweilen ein.

Heidy Mumenthaler
Die Heiligen Drei Könige ist eines der Motive des Weihnachtswegs Aeschi.
Die Heiligen Drei Könige ist eines der Motive des Weihnachtswegs Aeschi.
Heidy Mumenthaler

«Unser Ziel ist, ein bis zwei Stunden Zeit für Besinnung zu geben, die Möglichkeit bieten, aus dem hektischen Alltag und dem Weihnachtskommerz zu entfliehen und einen Moment innezuhalten», begrüsste Präsident Peter von Känel Kinder, Eltern und Interessierte zur Eröffnung der neunten Ausgabe des Weihnachtswegs Aeschi.

Er biete die Möglichkeit hinunterzufahren, ruhig zu werden, vom Alltag abzuschalten. «Es fasziniert mich, wie unser Team mit Leib und Seele dabei ist. In sechs Bildern erzählen wir auf dem Weg die Weihnachtsgeschichte. Der Weg strahlt Liebe, Behaglichkeit aus. Der Rundweg dauert eine Dreiviertel- bis eine Stunde. Der signalisierte, gut angelegte Weg – zum Teil Feldweg – stellt keine Schwierigkeiten dar.»

85 Freiwillige

Vor knapp 10 Jahren sei die Gelegenheit, in der Gegend einen Weihnachtsweg ins Leben zu rufen und zu gestalten, entstanden. «Wir sind eine Interessen-, eine rein Null-Profit-Gemeinschaft. Es gibt keinen Erlös, mit Parkgebühr und unserem Beizli finanzieren wir die Infrastruktur.

Maria auf dem Weg zu ihrer Schwägerin. Bild: Heidy Mumenthaler
Maria auf dem Weg zu ihrer Schwägerin. Bild: Heidy Mumenthaler

35 Leute helfen beim Auf- und Abbauen. Total sind vom 1. Dezember bis 6. Januar 85 Freiwillige im Einsatz», erklärte von Känel. Kobi Zaugg sei seit Beginn des Weihnachtswegs im Team dabei. Er ist für den Unterhalt des Wegs und für die Infrastruktur zuständig und Susanne Christen für die Bilder und Dekoration. Ruedi Mürner sorgt dafür, dass die Laternen brennen und den Weg beleuchten. Er verlegte kilometerweise Kabel. «Die positiven Rückmeldungen motivieren mich, etwas für die Öffentlichkeit aufzustellen», meint er.

Leben kommt aus der Nacht

Jeannette Mägert sorgt für Werbung, und Marc Schläpfer hält die Finanzen im Griff. Käthi Eymann sitzt wie Zaugg seit Beginn im gleichen Boot und ist für den Gastrobereich des Wiehnachtsweg-Beizli zuständig: «An einem Abend kommen 20, 40 bis 100 Besucher, an einem schönen Sonntagnachmittag kann ich nicht mehr zählen.»

Die Hirten. Bild: Heidy Mumenthaler
Die Hirten. Bild: Heidy Mumenthaler

Auch Pfarrer Ruedi Heinzer freut sich am Weihnachtsweg. Er gab den Besuchern ein paar Gedanken mit auf den Weg. «Am Tag sehen wir keine Sterne. Erst im Dunkel merken wir, dass der Himmel voll ist von Sternen.» Oder wie es bei Dostojewski heisst: «Manche Wahrheit ist nur im Finstern zu sehen.»

Heinzer lud ein, bei der Begehung trotz Regen den Weg mit den sechs Bildern zu geniessen. «Aber daneben und dazwischen geniesst auch er das Dämmerdunkel und die Nacht. «In der Nacht keimt das Leben.»

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