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Ein Leben (nicht nur) für den Fussball

Das Thema Fussball zieht sich durch Walter Ammanns Leben. Nun wird er für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Instruktorenaktivkader des Schweizer Fussballverbandes geehrt.

Walter Ammann in seinem kleinen Büro in Matten, im Hintergrund das Team seiner Fussballakademie in der Elfenbeinküste.
Walter Ammann in seinem kleinen Büro in Matten, im Hintergrund das Team seiner Fussballakademie in der Elfenbeinküste.
Anne-Marie Günter

«Ich bin immer in den Sommer gefahren. Ich brauche die Sonne», sagt Walter Ammann. Und für den Mattner war und ist auch König Fussball ein ständiger Begleiter. 1997 spielten Sonne und Fussball zusammen. Ammann wanderte in die Elfenbeinküste aus. Mitgrund war «eine schwarze Perle».

Er wurde Direktor des Stade Abidjan vom Hauptstadt-Fussballverein und später technischer Verantwortlicher für die Ausbildung und die Entwicklung des Jugendfussballs im afrikanischen Staat. «Die Jungen spielten damals barfuss», erinnert er sich.

Später war er verantwortlich für die Entwicklung des Fussballs und der dortigen U-15/16-Nationalmannschaft, ein Fifa-finanziertes Projekt.

Grosser Unternehmergeist

Die Kompetenzen für die «fussballerische Entwicklungshilfe» hat Ammann sich in Interlaken erworben. Vom 12. Lebensjahr an, als er als Junior beim FC Interlaken mitspielen durfte.

Er wechselte schon bald ins Trainerlager und absolvierte die nötigen Kurse. 1977 erhielt er das Fussball-Instruktoren-Diplom. Und für diese 40 Jahre Zugehörigkeit zum Instruktorenaktivkader des Schweizer Fussballverbandes wird er in diesen Tagen in Magglingen geehrt.

Durchhaltewillen und Unternehmergeist bekam Walter Ammann von Daheim mit. Als ältester Sohn war er ins Spielautomatengeschäft seines Vaters eingebunden. Er freut sich, dass Bruder Hanery für seine Musikerkarriere gekämpft hat.

Später übernahm er verantwortungsvolle Posten bei der Feldschlösschen-Gruppe und der Orell Füssli Werbe AG in Bern. 1995 stieg er aus. Seine schwer kranke Mutter erinnerte ihn daran, dass Lebensträume rechtzeitig gelebt werden sollten. Er ging auf eine anderthalbjährige Weltreise.

Dann hatte ihn der Fussball wieder. Er wurde Sportchef und Geschäftsführer beim FC Interlaken, Jugend und Vereinsnetzwerke interessierten ihn be­sonders.

Die Auswanderungszeit, die 1997 begann, endete 2005, weil die politische Lage für Weisse heiss wurde. Er bekam das Angebot, den FC Thun als Geschäftsleiter und dann auch als Sportchef zu unterstützen, als dieser in die die Champions League stürmte.

Die Belastung wurde Ammann im Sommer 2006 aber zu gross, er zog sich zurück und gründete eine Beraterfirma. Fussballerisch wurde er technischer Direktor des Verbandes Bern-Jura.

Im Sommer 2008 ging er noch einmal in die Elfenbeinküste. Er wurde Direktor der Fussballakademie Mimosifcom und später dazu Assistent des technischen Direktors des Fussballvereins Asec Mimosas.

Netzwerk und Umwelt

Im November 2011 kehrte Ammann – die politische Lage war nicht stabil – in die Schweiz zurück, war Coach im Christlichen Internat Gsteigwiler und führte die Firmen Carrosserie Stüssi AG und Top Camp AG der Internatsgründerfamilie Häsler. Bis vor kurzem baute er das Netzwerk in der Romandie für das Unternehmen BNI aus, das weltweit Empfehlungsmarketing betreibt.

Jetzt ist Walter Ammann 67 Jahre alt, hat einem leichten Schlaganfall überstanden und hat Ziele. «Zufälle gibts nicht», sagt er. Er möchte etwas für die Umwelt tun und etwas dafür, dass die Menschen so leben können, dass niemand sein Land verlassen muss.

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