Ein Blick über die Grenzen hinweg

Spiez

«Haslital – Grimselwelt» nennt sich die diesjährige Sonderausstellung im Heimat- und Rebbaumuseum.

Fleissige Ausstellungsmacher im Heimat- und Rebbaumuseum Spiez (v.l.): Kurt Flückiger, Vizepräsident, Ernst Roth und Julia Hausammann, Roth-Stiftung, Hans Winiger und Präsident Roland Maurer.

Fleissige Ausstellungsmacher im Heimat- und Rebbaumuseum Spiez (v.l.): Kurt Flückiger, Vizepräsident, Ernst Roth und Julia Hausammann, Roth-Stiftung, Hans Winiger und Präsident Roland Maurer.

(Bild: Guido Lauper)

«Unser Museum verändert sich», sagte der langjährige Ausstellungsmacher Hans Winiger an der Vernissage beim Heimat- und Rebbaumuseum. «Von bisherigen Spiezer Themen hinaus in die Täler, die von hier aus wunderbar erreichbar sind.» Begonnen mit dem Haslital, weitere folgen in den kommenden Jahren. Im ersten Stock präsentiert die Burgdorfer Roth-Stiftung die Sicht auf die Grimselwelt vor dem Kraftwerkbau.

Im Erdgeschoss stellt Museumspräsident Roland Maurer laufende und künftige Projekte der Kraftwerke Oberhasli vor. Und die Vision der Grimselbahn, die dereinst Innertkirchen mit dem Goms verbinden soll. Als besonderes Augenmerk verwies Hans Winiger auf das Werk von Museumsvize Kurt Flückiger. Dieser habe den nahen Trüel – den Speicher mit der historischen Traubenpresse – «aufgeräumt, arrangiert und beschriftet».

Waren statt Geld

Der Weg vom Mittelland via Spiez durchs Haslital und über den Grimselpass nach Italien war für Ernst Roth von der gleichnamigen Burgdorfer Roth-Stiftung Grund genug, die Ausstellung zur Sicht in die Grimselwelt vor dem Kraftwerkbau zu gestalten. Von der Alpwirtschaft über die Säumerei bis zu Touristenattraktionen, die Arbeit und Verdienst in die Bergregion gebracht hätten.

Ernst Roth schöpfte für die Ausstellung aus dem Vollen. Weil sich schon sein Vater mit dem historischen Käsehandel – unter anderem mit dem berühmten Sprinz – von der Schweiz nach Italien befasst und viel Material dazu gesammelt hatte. Unter den Details erwähnte Roth den Warentausch: «Statt Geld mit nach Hause zu bringen, kauften die Säumer Wein und Reis und entgingen damit räuberischen Absichten.»

Ins Bild der grossen Leistungen fürs Museum passte auch die Meinung der Stiftungsrats- und Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner. Wie viele andere Ausstellungen in Spiez lebe auch diese von der Freiwilligenarbeit. Nicht nur in der Rückschau: «Spiez hat eine Vergangenheit und gestaltet die Zukunft.» Und schliesslich erinnerte der von ­Peter Stoll geleitete Männerchor Spiez mit fröhlichen Trinkliedern daran, dass die Vernissage am Samstag eingebettet war in sechs Anlässe der alpinen Weinkulturtage.

Infos: www.museum-spiez.ch

Berner Oberländer

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