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Dieb aus Moldau ­verurteilt

Ein 24-jähriger Moldauer wurde am Montag wegen banden- und gewerbsmässigen Diebstahls zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 24 Monaten verurteilt. Er muss die Schweiz verlassen.

Ein 24-jähriger Moldauer muss die Schweiz verlassen. Dies entschied das Regionalgericht Thun (Bild) am Montag.
Ein 24-jähriger Moldauer muss die Schweiz verlassen. Dies entschied das Regionalgericht Thun (Bild) am Montag.
Keystone

Der am Montag vom Regionalgericht in Thun verurteilte Mann gehörte zu einer mehrköpfigen Bande, die insbesondere im Raum Spiez sehr aktiv war. Der Beschuldigte war von Januar 2015 bis April 2017 an zwanzig Einbrüchen beteiligt, die er mit wechselnden Mitgliedern der Bande verübte. Mal waren sie zu zweit, mal zu dritt unterwegs, dreimal entwendete er ein Fahrzeug zum Gebrauch.

Bei jedem Einbruch setzten die Täter Gewalt ein, um in die Gebäude einzudringen, sei es in ein Hotel, ins Freibad in Spiez, in Schulhäuser und in diverse Ämter. Sie erbeuten gar nichts oder aber bis zu 12 000 Franken.

Hoher Sachschaden

Bei ihren Beutezügen richteten die Einbrecher erheblichen Sachschaden an. Mit einem Geissfuss aufgebrochene Türen und Fenster mussten ersetzt werden. In einem der gröberen Fälle zerstörten sie nicht nur die Aussentüren, sondern auch im Innern des Gebäudes mehrere Türen, sodass sich der Sachschaden schliesslich auf 15 000 Franken belief. An einem andern Ort gingen mehrere Schiebetüren, Fensterscheiben und ein Zigarettenautomat kaputt, der Sachschaden wird mit 7000 Franken angegeben.

Auch in einem Schulhaus in Spiez wurden verschiedene Türen aufgebrochen. Hier beträgt der Schaden 15 500 Franken.

Geständiger Täter

Der am Montag verurteilte Moldauer legte nach seiner Festnahme sofort ein Geständnis ab. Er berichtete sogar von Einbrüchen, die ihm die Polizei nicht hätte nachweisen können. Vor Gericht hatte man den Eindruck, dass er sich sogar ein bisschen schämte. Wie es dazu gekommen sei, wurde er gefragt. «Ich bin unvorbereitet kopflos drauflos in den Westen gekommen. Aber so etwas mache ich nie mehr», war seine Antwort. «Es hat sich nicht gelohnt.»

Weil er alle Taten gestand, war es möglich, seine Verurteilung in einem abgekürzten Verfahren vorzunehmen. Er war mit allem einverstanden. Seine Kooperation mit den Behörden führte dazu, dass er mit einer bedingten Strafe davonkam. So wurde er schliesslich zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren verurteilt.

Zurück nach Moldau

Im Anschluss an das Gerichtsverfahren wurde der Moldauer zwar aus der Untersuchungshaft entlassen, aber direkt der Fremdenpolizei übergeben, denn er wird nun aus der Schweiz ausgeschafft. Ob er, zurück in Moldau, eine Arbeit findet, ist aber äusserst fraglich, da Moldau ein extrem armes Land ist, wie die Übersetzerin auf eine entsprechende Frage mitteilte.

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