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Die Weltelite im Bergwald

Mit dem OL-Weltcupfinal fand in Grindelwald ein sportlicher Grossevent statt mit Athletinnen und Athleten aus 29 Ländern und einer Reihe von Schweizer Siegen.

Der steile und unebene Aufstieg beim Berghaus Bort Richtung Ziel ging auch dem Schweizer Daniel Hubmann,  Gesamtweltcupsieger 2008, 2011 und 2014 sowie mehrfachen Weltmeister in die Beine.
Der steile und unebene Aufstieg beim Berghaus Bort Richtung Ziel ging auch dem Schweizer Daniel Hubmann, Gesamtweltcupsieger 2008, 2011 und 2014 sowie mehrfachen Weltmeister in die Beine.
Anne-Marie Günter
Die schnellsten Männer des OL-Weltcupfinals Langdistanz bei der Flowerzeremonie (v.l.): Olav Lundanes (2.), Sieger Matthias Kyburz und Magne Daehli (3.).
Die schnellsten Männer des OL-Weltcupfinals Langdistanz bei der Flowerzeremonie (v.l.): Olav Lundanes (2.), Sieger Matthias Kyburz und Magne Daehli (3.).
Anne-Marie Günter
Kinder der OL-Gruppe Thun, die am nationalen OL mitmachten (v.l.): Elin Neuenschwander, Nathan Richard, Nils Neuenschwander, Céline Hofer und Andina Wagner.
Kinder der OL-Gruppe Thun, die am nationalen OL mitmachten (v.l.): Elin Neuenschwander, Nathan Richard, Nils Neuenschwander, Céline Hofer und Andina Wagner.
Anne-Marie Günter
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Federer, Schurter, Cologna, Lara Gut: Wenn von den besten Schweizer Sportlern die Rede ist, tauchen die Orientierungsläuferinnen und -läufer selten auf. Aber sie sind, und das bewiesen sie am Weltcupfinal in Grindelwald, international ganz klar eine Macht. Ein ungewöhnlicher Weltcupfinal. Das Ziel nach dem Langdistanzrennen zum Beispiel war auf dem Alpenspielplatz Bort. Zwischen künstlichem Bächlein, Klettergeräten und Wippen ruhten die Sportler aus, das Schreckhorn im Blick. «Very impressive», sagte Kenny Kirkas aus Estland. Hart seien die 11,7 Kilometer gewesen, und steil. So steil, dass man sich an Tannen­ästen habe festhalten müssen.

Traumlandschaft

«Manchmal streife ich im Traum durch das Gelände», hat Hermann Wenger, Mitorganisator der nationalen Orientierungsläufe, die ebenfalls stattfanden, vor dem Grossevent gesagt. Er hat die Grindelwalder Landbesitzer kontaktiert, über deren Land die Rennen führten. Zum Beispiel Bergführer Walter Egger. Gekannt hat man sich schon lange, aus dem Turnverein Grindelwald, und dort gabs früher jeweils auch Orientierungsläufe, allerdings etwas unter anderen Vorzeichen als heute. Für mehr OL im Gletscherdorf setzt sich Rémy Gröflin, Präsident der Chalet- und Ferienwohnungsbesitzer ein. Priorität beim Finden geeigneter Strecken hatte für Wenger, dass keine Naturschutzgebiete tangiert wurden.

Näher beim Publikum

Am Samstag und Sonntag ging die OL-Weltelite näher zum Publikum. Ziel der Mitteldistanzrennen war der Eigerplatz, der letzte Posten befand sich dicht neben einem Holzblumentrog. Mit zu Fächern gefalteten Plakaten des Topstars Matthias Kyburz spendete ein beachtlich grosses Publikum den Athleten beim Zieleinlauf Applaus. Während die Weltelite im Fokus des medialen Interesses stand – das Schweizer Fernsehen SRF lieferte Bilder von wunderbar romantischen Waldlandschaften in Grindelwald –, waren an einem nationalen Wettbewerb am Wochenende je rund 1500 OL-Läuferinnen und -Läufer auf der Sonnseite von Grindelwald unterwegs. Dank dem Föhn blieb diese trotz einiger Wolkenfelder während des Sportevents sonnig.

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