Die Täuflinge kletterten davon

Interlaken

Sechs Steinkitze wurden am Mittwoch im Alpenwildpark in Interlaken getauft – mit Taufpaten, Taufimahl und Kletterpartien.

Elsbeth und Andreas Hug, Gianluca Zbinden, Beatrixe Zbinden, Renate Amacher, Martha und Bernhard Thönen sowie Jürg Zumkehr (v.l.) übernahmen die Patenschaften. Foto: Sibylle Hunziker

Elsbeth und Andreas Hug, Gianluca Zbinden, Beatrixe Zbinden, Renate Amacher, Martha und Bernhard Thönen sowie Jürg Zumkehr (v.l.) übernahmen die Patenschaften. Foto: Sibylle Hunziker

Zwei Jahre lang hatte es im Alpenwildpark bei der Talstation der Harderbahn keinen Nachwuchs mehr gegeben. Dafür konnten am Mittwoch gleich sechs junge Tiere getauft werden. Die jüngsten kamen diesen Frühling in Interlaken zur Welt, die älteren – drei ein- und zweijährige Tiere – hat der Verein Alpenwildpark Harder Interlaken vom Zoo La Chaux-de-Fonds übernommen. Auch so bleibt der Bestand überschaubar: Gemäss Präsident Traugott Stalder sind dieses Jahr zwei alte Steingeissen gestorben.

Die jungen Steingeissen Luna, Shakira, Trixi, Svenja und Konfetti und der kleine Bock Beny bekamen von ihren Götti und Gotten 300 Franken ins Futter-Kässeli. In Zukunft werden sie fleissig besucht und mit Rüebli oder einem kleinen Geldgeschenk bedacht. Zur Taufe durften die Paten ins Gehege und unter Anleitung der Betreuer Bekanntschaft mit ihren kletterfreudigen Patenkitzen schliessen.

Möglichst natürliche Haltung

Der Alpenwildpark in Interlaken wurde 1913 als Zuchtgehege gegründet. Der Nachwuchs wurde ab 1918 am Hardergrat in die Freiheit entlassen. Denn in der Schweiz waren die Steinböcke im 19. Jahrhundert ausgerottet worden. «Die neuen Bestände entwickelten sich gut», erklärt Präsident Stalder. «Heute haben wir hier noch ein Schaugehege.» Das sei gut so und gehöre zu Interlaken wie der Steinbock im Wappen, fand Taufpate Jürg Zumkehr, der zusammen mit Edith Stalder für den Taufi-Apero gesorgt hatte. «Für Touristen, Familien oder Spaziergänger wie mich ist der Alpenwildpark ein schönes und gut erreichbares Ausflugsziel.»

«Die Tiere werden möglichst natürlich gehalten», sagte Parktierarzt Andreas Löhrer, der sein Amt nach drei Jahrzehnten Bettina de Roche übergibt. So könne es zwar Unfälle geben, aber die Tiere werden selten krank. «Früher gab es noch Klauenprobleme. Aber auch die sind seit der Sanierung des Geländes zum 100-Jahr-Jubiläum verschwunden.»

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