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Die Schutzmassnahmen sind bald fertiggestellt

Gesicherte Ufer, neue Schutzmauern: Die Hochwassersicherheit der Lütschine wird von Jahr zu Jahr erhöht. Am Tag der offenen Baustelle konnte die Bevölkerung den aktuellen Bauabschnitt besichtigen.

Sicher vor Hochwasser: Das neu gestaltete Ufer der Lütschine nahe der Unteren Bönigbrücke in Bönigen.
Sicher vor Hochwasser: Das neu gestaltete Ufer der Lütschine nahe der Unteren Bönigbrücke in Bönigen.
Monika Hartig

«Nach dem Hochwasser 2005 hat man für den gesamten Perimeter der Lütschine von Wilderswil Stalden bis in den Brienzersee einen Massnahmenkatalog für die Sicherheit erarbeitet», sagte Matthias Ritschard, Präsident der Schwellenkorporation Bödeli Süd. Das Teilprojekt vier aus dem Wasserbauplan Lütschine zum Hochwasserschutzplan Bödeli stand am Samstag der Bevölkerung zur Besichtigung offen.

Aufwendige Bauarbeiten

Seit Oktober 2016 wird an der Lütschine in Bönigen auf dem Abschnitt Untere Bönigbrücke bis Fussgängersteg der Hochwasserschutz verbessert. So wurden auf einem Grossteil der Baustrecke Hochwasserschutzmauern gebaut und dadurch der Abflussquerschnitt des Wassers vergrössert.

Die relativ nah bei den Wohnhäusern stehenden Mauern wurden genau auf die Grenzen gebaut, sodass kein Eigentümer Land abgeben musste. Die alten maroden Uferabschlüsse wurden durch komplette Ufersicherungen mit einem formwilden Blocksatz aus bis zu zwei ­Metern grossen Steinblöcken ersetzt. Diese können Wasser, Geschiebe und Bäume aufhalten.

«Insgesamt wurden dafür 20 000 Tonnen Steine aus Meiringen und Saxeten verbaut», informierte Bauführer Bruno Tritti­bach von der Firma Gerber & Troxler Bau AG.

Damit Hochwasser nicht zu den Liegenschaften zurückdrücken kann, wurde im Bereich der Häuser eine Lehmschicht unter den Steinen angebracht und die Zwischenräume mit Flusskies aufgefüllt. «Die Bauarbeiten sind wegen des hohen Grundwasserspiegels von bis zu zwei Metern über der Aushubsohle eine Herausforderung», so Trittibach.

Abschluss im Mai 2018

Die Anlage ist so gebaut, dass sie auch ein 100-jährliches Hochwasser von bis zu 250 Kubikmetern Wasser pro Sekunde ableiten kann. Im Oktober 2017 werden die Arbeiten am Bauabschnitt weitergeführt und sollen im Mai 2018 abgeschlossen werden. Die Kosten von rund 6,2 Millionen Franken tragen Bund, Kanton und die Schwellenkorporation Bödeli Süd.

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