Der Gourmet-Tempel der VIPs am Greenfield

Seit drei Jahren sind am Greenfield Festival Lehrlinge für die Verpflegung im Backstage-Bereich zuständig – und sie betreiben immer mehr Aufwand. «Das Projekt ist durch die Decke geschossen», sagt Initiator René Schudel.

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Martin Bürki@tinubuerki27

«Für mich ist das Festival eigentlich gelaufen, wenn es anfängt», lacht René Schudel. Der Oberländer Starkoch steht am Greenfield Festival fast rund um die Uhr im Einsatz: «Es sind kurze, heftige Nächte und lange, strenge Tage.» Er und sein Team kümmern sich zum dritten Jahr in Folge um die Verpflegung der Bands im Backstage-Bereich, seit letztem Jahr kochen sie auch für die VIPs.

Und wie immer besteht das Team aus lauter Lehrlingen: 39 an der Zahl, angefangen hat Schudel mit deren zwölf. Heuer neu dabei sind beispielsweise Lehrlinge vom Berufsverband Restauration, so dass die Rockstars und ihre Betreuer nicht mehr «nur» bekocht, sondern von angehenden Servicefachkräften auch bedient werden.

Inzwischen beschränkt sich das Projekt von Fernsehkoch René Schudel nicht mehr nur auf Berner Lehrlinge, die jungen Damen und Herren stammen inzwischen aus der ganzen Schweiz. Video: Martin Bürki

Gourmet-Metalheads

Auch in der VIP-Lounge wurde neu ein Bereich eingerichtet, wo sich der hohe Besuch verwöhnen lassen kann. Dabei steht ihnen eine reichhaltige Speisekarte zur Verfügung – natürlich wird alles frisch und vor Ort zubereitet. «Mit dem Angebot schaffen wir die Möglichkeit, nach dem lauten Metalkonzert in gediegener Atmosphäre zu speisen», erklärt René Schudel.

Der Kern des Projekts sei jedoch nach wie vor die neue Erfahrung für die Lehrlinge, sie eben «aus der Komfortzone herauszuziehen», wie es René Schudel ausdrückt. «Sie sollen sehen, dass man auch mit minimalem Equipment gut kochen kann.»

Und wie: Frischgebackene Croissants – auch das ist neu, dass angehende Bäcker diese vor Ort herstellen – zum Frühstück, Meat Ball Hot Dogs oder vegane Pizzen für den grossen Hunger, orignelle Früchte-Smoothies oder leckere, mit Gold verzierte Luxemburgerli. Diese reichhaltige Speisekarte stünde auch einem Gourmetrestaurant gut zu Gesicht.

Viel vom Festival kriegen die Köche, Bäcker und Konsorten bei dem hektischen Betrieb freilich nicht mehr mit. Doch René Schudel findet: «Wir sehen und hören ja immerhin die Konzerte auf der Hauptbühne, und die Stars kommen danach zu uns. Näher dran geht gar nicht.»

langenthalertagblatt.ch/Newsnetz

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