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Den Rekord knapp verpasst

Jonathan Schmid aus Adelboden siegte beim 13. Blüemlisalp-Lauf mit grossem Vorsprung. Bei den Frauen mussten die Spiezerin Eveline Glauser und Karin Jaun aus Unterseen der Zürcher Siegerin Manuela Brunner den Vortritt lassen.

Jonathan Schmid fehlten am Ziel lediglich 3 Sekunden für einen neuen Streckenrekord.
Jonathan Schmid fehlten am Ziel lediglich 3 Sekunden für einen neuen Streckenrekord.
Peter Russenberger

Dunkle Wolken gaben den Blick am Pfingstsonntag auf das ­Blüemlisalpmassiv zwar nicht frei, weil es aber aufhörte, zu regnen, erlebten die Teilnehmer des gleichnamigen Berglaufes ein ­tolles Sportvergnügen. Die zehn Meilen von Reichenbach via Kiental auf die Griesalp nahmen 446 Sololäufer, 33 Zweierteams und 66 Nordic-Walkerinnen unter die Füsse. «Ich finde es schade, dass immer mehr Läuferinnen und Läufer sich nur zu einer Teilnahme entschliessen können, wenn das Wetter schön ist», bedauerte OK-Präsident Ernst Zurbrügg.Topfavorit war Vorjahressieger Jonathan Schmid, der vor drei Wochen im Wallis den Titel des Schweizer Bergmeisters gewonnen hatte.

Nur 3 Sekunden langsamer

Der 24-jährige Bäcker-Konditor konnte sich noch vor Kilometer 3 absetzen. Der Adelbodner erreichte das Griesalp-Hotel Zen­trum nach 1 Stunde, 5 Minuten und 32,5 Sekunden und war ­damit nur drei Sekunden langsamer als Streckenrekordinhaber Christian Mathys bei seinem Sieg 2015.

«Drei Sekunden hätte ich schon noch schneller laufen können, aber im Hinblick auf den Niesen-Treppenlauf und auf den Berglauf Moléson war das Verbessern des Streckenrekordes für mich kein Thema», stellte der ­Gewinner klar. Dem Sieger der Lauberhorn-Vertical-up-Tour 2017 und des Leimental-Laufes scheint diese Saison noch einmal ein Leistungsschub zu gelingen. Lauflegende Martin von Känel, mit dem er eng zusammenarbeitet, ist es gelungen, Schmids Lauftechnik zu verbessern.

Auch taktisch dürfte er ihm einige Tipps gegeben haben. Der noch ungeschliffene Diamant ist ein Naturtalent mit viel Luft nach oben. Seine Fähigkeit, sich im steilen Gelände wie eine Gämse zu bewegen, habe er sich beim Heuen auf dem stotzigen Blätz seines Vaters, der Bergbauer ist, angeeignet, verriet der Engstligtaler.

Die schnellsten Damen: Siegerin Manuela Brunner, flankiert von der zweitklassierten Eveline Glauser (r.) und der Dritten Karin Jaun. Bild: Peter Russenberger
Die schnellsten Damen: Siegerin Manuela Brunner, flankiert von der zweitklassierten Eveline Glauser (r.) und der Dritten Karin Jaun. Bild: Peter Russenberger

Mit 48 Jahren auf Rang 3

Karin Jaun, die den Blüemlisalp-Lauf schon zweimal gewonnen hatte, wusste um ihre intakten Chancen, auf den laut Veranstalter schönsten zehn Meilen der Berge noch einmal zu gewinnen. Doch diese Chancen waren ­dahin, als sie beim Sprint in Kiental die Zürcherin Manuela Brunner ziehen lassen musste. Und auf dem letzten Kilometer in der Schlucht entwischte ihr auch noch die Spiezerin Eveline Glauser.

Karin Jaun, grossartige Siegerin des Brienzerseelaufs, war im April den Hamburg-Marathon gelaufen. Obwohl bereits im 48. Altersjahr stehend, sind der sympathischen Unterseenerin weiterhin Siege zuzutrauen.

Aus der Rangliste: Männer, Overall: 1. Jonathan Schmid, Adelboden 1:05:32,5. 2. Dominik Rolli, Oberbalm 2:05,2 zurück. 3. Giancarlo Sax, Flond 2:23,3. 4. Urs Jenzer, Frutigen 3:06,1. 5. Raphael Sprenger, Zürich 3:14,8. 6. Silas Walther, Oberthal 4:54,3. 7. Marco Trummer, Spiez 5:04,2. 8. Romeo Imhof, Naters 5:44,0. 9. Martin Rosser, Dürnten 6:30,9. 10. Markus Bilger, Schlosswil 6:52,2.

Frauen, Overall: 1. Manuela Brunner, Zürich 1:24:44,3. 2. Eveline Glauser, Spiez 1:20,8 zurück. 3. Karin Jaun, Unterseen 2:00,1. 4. An­drea Turello, Reinach 2:19,2. 5. Andrea Hofer, Zumikon 3:37,2. 6. Manuela Traina, Plaffeien 4:22,6. 7. Edith Zurbrügg, Adelboden 6:04,5. 8. Melanie Steiner, Thun 6:07,2. 9. Marianne Wittwer, Reichenbach i. K. 6:21,7. 10. Susanne Bürgi, Kestenholz 6:40,1.

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