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Ballenberg: Mit bunter Vielfalt durchs Jubiläumsjahr

Im laufenden Jahr feiert das Freilichtmuseum Ballenberg das 50-jährige Bestehen seiner Stiftung. Monatliche Aktivitäten und ein Jubiläumsfest mit bundes­rätlicher Beteiligung sollen der anstehenden Museumssaison einen besonderen Anstrich geben.

Herausgeputzt zum Jubiläumsjahr. Ein historisches Gebäude mit Astern im Vordergrund.
Herausgeputzt zum Jubiläumsjahr. Ein historisches Gebäude mit Astern im Vordergrund.
Fritz Lehmann

109 historische Gebäude stehen mittlerweile auf dem Ballenberg. Als das Museum 1978 eröffnet wurde, waren es 16. Schon damals gab es Vorführungen des Schweizer Handwerks. Anfang Oktober 2017 begrüsste die Museums­leitung den zehnmillionsten Besucher seit der Eröffnung.

Diese Fakten legte Peter Flück, Präsident des Stiftungrates des Freilichtmuseums, am Mittwoch an der Medienkonferenz in Bern auf den Tisch und sagte unter anderem: «Auf dem Ballenberg ist ein Stück Schweizer Kulturerbe sichtbar wie wohl kaum an einem anderen Ort in unserem Land.»

Er vergass auch nicht, dass 1997 das älteste auf dem Ballenberg stehende Gebäude eingeweiht wurde – ein Wohnhaus aus Schwyz aus dem Jahr 1336. Das grösste Gebäude ist der Gutshof aus dem Tessiner Ort Novazzano.

Zwei Jubiläen

Flück strich heraus, dass im laufenden Jahr die Stiftung des Freilichtmuseums Ballenberg ihr ­50-jähriges Bestehen feiert und demzufolge verschiedene Jubi­läumsaktivitäten vorgesehen sind. Höhepunkt wird der 26. Mai mit der Jubiläums­feier samt Bundesrat Johann Schneider-Amman als Festredner sein. Doch eigentlich gilt es, zwei Jubiläen zu feiern, öffnete doch vor 40 Jahren das Museum seine Türen.

Das Motto «Kultur teilen – Dein Museum voller Leben» wird die Saison 2018 mit zahlreichen speziellen Events und Attraktionen begleiten. Das Museum lädt Besucherinnen und Besucher, Herkunftsgemeinden der Gebäude, Kulturschaffende, Handwerkerinnen und Wissenschaftler aus allen Regionen der Schweiz ein, sich mit den Themen des Ballenbergs auseinanderzusetzen.

Daraus sollen Begegnungen, Positionen, Happenings, Bilder und Geschichten entstehen. Das Ballenberg-Team hat ein Programm gestaltet, das die Vielfalt des Freilichtmuseums Ballenberg widerspiegelt. «Wundervolle Möglichkeit»

«Das Jubiläum mit dem Kultur­erbejahr 2018 zu verbinden, bietet eine wundervolle Möglichkeit, denn auf dem Ballenberg wird ­jeden Tag deutlich, dass Kulturerbe nicht einfach da ist, sondern wir etwas mit ihm machen können und es auch etwas mit uns macht», sagte Beatrice Tobler, Leiterin Wissenschaft und stellvertretende Betriebsdirektorin am Mittwoch in Bern.

Die Besucherinnen und Besucher sollten auf dem Ballenberg Dinge ausprobieren, mitmachen und vom traditionellen Handwerk bis hin zur neu­zeitlichen Tierhaltung alle Elemente anschaulich erleben können, sagte Tobler.

Das Freilichtmuseum Ballenberg gab in den letzten Jahren mit Defiziten zu reden, unter anderem wegen sinkender Besucherzahlen (wir berichteten). Es ist nach eigenen Angaben seit Jahren unterfinanziert.

Zuletzt gab es aber wieder positive Schlagzeilen: In der Saison 2017 stieg die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas an, nämlich um 4,7 Prozent auf 197'000 Menschen. Und der Kanton Bern gab im Dezember bekannt, er finanziere den Ballenberg aufgrund von neuen Leistungsverträgen neu mit 1,125 Millionen Franken pro Jahr, was ei­ner Erhöhung um 625'000 Franken gleichkommt.

«Natürlich sind wir dem Kanton Bern für diese Erhöhung dankbar, doch für die Realisierung des vom Bund verlangten und mehrere Millionen Franken kostenden Museumsdepots reicht dies bei weitem nicht aus», sagte Flück.

Bund in die Pflicht nehmen

Zusätzliche Gelder seien notwendig, und der Stiftungsratspräsident ist diesbezüglich im Gespräch mit anderen Kantonen für eine entsprechenden Beitrag. Zudem will er auch den Bund in die Pflicht nehmen, bezüglich eines einmaligen Beitrages für die Depotrealisierung.

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