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Das Eissportzentrum wird zur AG

Nun steht der Neuorganisation des Eissportzentrums nichts mehr im Wege. Auch der Grosse Gemeinderat Interlaken hat zugestimmt.

Das Eissportzentrum Bödeli weist grossen Investitionsbedarf auf. Nun hat auch der GGR Interlaken grünes Licht für eine Reorganisation gegeben.
Das Eissportzentrum Bödeli weist grossen Investitionsbedarf auf. Nun hat auch der GGR Interlaken grünes Licht für eine Reorganisation gegeben.
Christoph Buchs

Sieben Gemeinden hatten der Neuorganisation des Eissportzentrums Bödeli schon zugestimmt. Doch das wäre Makulatur gewesen, hätte der Grosse Gemeinderat Interlaken das Geschäft abgelehnt. Entsprechend detailliert und umfassend informierte Gemeinderat Philippe Ritschard über die Vorgeschichte und die Ausführung.

In den letzten fünf Jahren wies die Rechnung des Eissportzentrums stets rote Zahlen aus. Die 1979 eröffnete und später überdachte Kunsteisbahn kann sich heutzutage nicht selber finanzieren. Damit dennoch die anstehenden Investitionen ge­tätigt werden können, sollen künftig die umliegenden Gemeinden tiefer in die Taschen greifen.

Bisher leisten diese jährlich einen Beitrag von 67'000 Franken an die Betriebskosten. Künftig soll es – inklusive Investitionsbeiträgen – über eine Viertelmillion Franken pro Jahr sein. Und aus der Genossenschaft soll eine Aktiengesellschaft werden.

Interlaken bekommt Geld

Interlaken soll Aktien in Höhe von 265'000 Franken erwerben und jährlich 713'000 Franken Betriebs- und Infrastrukturbeiträge bezahlen. Bei der Zeichnung der Aktien würde der 2015 geleistete Investitionsbeitrag von 280'000 Franken eingerechnet, erklärte Ritschard. Die Differenz von rund 15'000 Franken muss die neue AG der Gemeinde bis fünf Jahre nach ihrer Gründung zurückzahlen.

Die GGR-Mitglieder waren dem Thema gegenüber positiv eingestellt. «Es ist eine Investition in die Jugend, diese Chance müssen wir nutzen», meinte Sa­brina Amacher (EVP). Corinne Schmidhauser (FDP) begrüsste die Änderung der Rechtsform. Es sei der falsche Zeitpunkt dafür, die Sinnfrage einer Eishalle zustellen. «Wir müssen der neuen Organisation eine Chance geben, sich zu bewähren.»

Auch die Fraktion der SP und der Grünen unterstütze die Vorlage, meinte Florian Simmler (SP). «Wir greifen damit vor allem den Vereinen unter die Arme und sollten bereit sein, das auch für andere zu tun. Zum Beispiel beim Verein Skatepark Bödeli.» Manuela Nyffeler (SVP) bedankte sich beim Gemeinderat für die zusätzlichen Informationen, die man erhalten habe. Der GGR folgte ohne Gegenstimme dem Antrag des Gemeinderates.

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