Bald Wasser und Strom auf Üschinen

Kandersteg

Gute Nachrichten für die Älpler im Üschinental: Der Start für den Bau der Strom- und Wasserversorgung ist erfolgt. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,11 Millionen Franken.

Zufriedene Gesichter am Spatenstich, v.l.: Sami und Ursi Künzi mit ihren Kindern Samuel, Jasmin und Leonie, Ernst Wandfluh, Kassier der Alpgenossenschaft mit Präsident Hans Rösti.?

Zufriedene Gesichter am Spatenstich, v.l.: Sami und Ursi Künzi mit ihren Kindern Samuel, Jasmin und Leonie, Ernst Wandfluh, Kassier der Alpgenossenschaft mit Präsident Hans Rösti.?

(Bild: Rösi Reichen)

«Die Laboranalyse des Trinkwassers im Alp (Bach) wurde als ‹sehr gut› qualifiziert und die im Herbst erstellten Wasserfassungen (Längenböden) lieferten bei Messungen 17,6 und 109,7 Minutenliter (Leimern)», freute sich Hans Rösti, Präsident der Alpgenossenschaft Ueschinen anlässlich des Spatenstichs. Im Restaurant wurde bei einem Apéro der Meilenstein gefeiert.

Dem Projekt zum Durchbruch verholfen hatte die Nutzung von Synergien für zwei Leitungen, jene für Wasser und für Strom im gleichen Graben. Es gab keine Einsprachen. Bund, Kanton und private Geldgeber tragen gut 70 Prozent der Kosten von 2,11 Millionen Franken. 30 Prozent berappen die Hüttenbesitzer, Privatalpen und das Restaurant Lohner von Familie Künzi.

Das Licht- und Wasserwerk Kandersteg (LWK), das Kraftwerk Kander/Alp (KKA) sowie die Berghilfe und Alpinfra unterstützen das Vorhaben. Die Einrichtungen müssen die Besitzer selber organisieren und finanzieren. Hans Rösti stellte den Projektleiter Janik Büschlen von der Frutiger AG vor und meinte lachend: «Ihn trifft die Schuld, wenn nicht alles klappt.»

Bereits 2006 wurde mit dem LWK und der BKW das KKA-Projekt geplant und 2008 in Betrieb genommen. 2013 regte Familie Künzi vom Restaurant Lohner an, einen Stromanschluss zu realisieren. Der Vorstand der Alpschaft Ueschinen gab dem LWK den Auftrag, die Kosten zu berechnen.

Auch Privatalpen bis zur Allmenalp zeigten Interesse am Projekt. 2014 waren die Alpschaft und drei Privatalpen dabei. Für eine Realisierung musste das Reglement der Alpgenossenschaft geändert und im 2016 genehmigt werden. Es wurde auch eine Telefonleitung ins Auge gefasst, was die Swisscom ablehnte, hingegen eine Antenne anbot.

Die Stromleitung wird 9,2 Kilometer lang, erschliesst 39 Hütten mit Elektrizität, die Wasserleitung misst 6,1 Kilometer bei 412 Meter Höhendifferenz und es gibt 30 Wasseranschlüsse.

Berner Oberländer

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