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Auf und neben der Treppe

Der Adelbodner Jonathan Schmid feierte am Samstag seinen ersten Sieg über die 11'674 Stufen der ­Niesentreppe. Erstmals rannte ein Läufer zwischen den Bahngleisen auf den Niesen – und war sehr schnell.

Auf allen Vieren am Läuferfeld vorbei: Hier auf dem Hegernviadukt unweit unterhalb des Niesengipfels stürmt der in Krattigen lebende Marco Wildhaber mit hoher Startnummer auf den zwölften Platz vor.
Auf allen Vieren am Läuferfeld vorbei: Hier auf dem Hegernviadukt unweit unterhalb des Niesengipfels stürmt der in Krattigen lebende Marco Wildhaber mit hoher Startnummer auf den zwölften Platz vor.
Bruno Petroni
Der Sieger: Jonathan Schmid während seines Laufs.
Der Sieger: Jonathan Schmid während seines Laufs.
Bruno Petroni
Er ist der Sieger 2017: Jonathan Schmid.
Er ist der Sieger 2017: Jonathan Schmid.
Bruno Petroni
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Der 24-jährige Bäcker-Konditor Jonathan Schmid bestätigte am Samstag seine Topform: Nur drei Wochen nach seinem Berglauf-Schweizer-Meister-Titel liess der überlegene Sieger des Blüemlis­alplaufs vor einer Woche am Niesentreppenlauf von Beginn weg keine Zweifel aufkommen, wer hier diesmal das Sagen hat.

So lief Schmid nach 1:00:20 Stunden auf dem Niesenplateau ein, womit er beim Rennen über die 11 674 Treppenstufen entlang des Niesenbahntrassees seine 185 männlichen Konkurrenten um 55 ­Sekunden und mehr hinter sich liess.

«Mein erklärtes Ziel, nämlich unter einer Stunde zu laufen, habe ich zwar verpasst. Aber ich bin dennoch sehr zufrieden mit meiner Leistung», zog der letztjährige Zweite sein Fazit. Hinter ihm wurde der Emmentaler Friedrich Dähler Zweiter; der Sieger von 2014, Lukas von Känel aus Reichenbach, errang den dritten Platz.

Für eine kleine Sensation sorgte Marco Wildhaber: Der in ­Krattigen lebende Rheinländer ging als einer der allerletzten Läufer mit der hohen Startnummer 290 ins Rennen. Trotzdem gelang ihm durch ein fulminantes Rennen eine Laufzeit von 1:11:32 Stunden und somit der Vorstoss auf den 12. Gesamtrang.

Um dabei nicht einen Grossteil des Läuferfeldes auf der engen Treppe überholen zu müssen, rannte Wildhaber kurzerhand einen ­beachtlichen Teil der Strecke auf ­allen Vieren zwischen den Bahngleisen hoch und hielt sich dabei mit den Händen am Gleis und am Drahtseil fest.

Das Frauenrennen dominierte die Simmentalerin Corinne Zeller. Und wie: Mit einer Laufzeit von 1:16:16 Stunden gewann sie mit fast 9 Minuten Vorsprung auf ihre 40 Mitstreiterinnen. Aus­gesprochen eng wurde es dafür ­zwischen dem zweiten und dem sechsten Rang: Diese fünf Plätze wurden innerhalb von nur 45 ­Sekunden entschieden.

Die Sieger und die schnellsten Oberländer. Männer: 1. Jonathan Schmid, Adelboden, 1:00:20. 2. Friedrich Dähler, Burgdorf, 1:01:15. 3. Lukas von Känel, Reichenbach, 1:01:43. 9. Bernhard Hug, Homberg, 1:08:15. 10. Rolf Messerli, Oberstocken, 1:09:35. – Frauen: 1. Corinne Zeller, Weissenburg, 1:16:16. 2. An­drea Zimmermann, Vérossaz, 1:25. 3. Chris­tine Tanner, Azmoos, 1:25:23. 4. Salome Lanz, Aeschiried, 1:25:29. Alle Resultate unter www.niesenlauf.ch.

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