Auf die Musiker sollen die besten Strandfussballer folgen

Spiez

Das Ziel von Spiez Marketing und Gemeinderat, internationalen Sport in die Bucht zu holen, könnte gelingen. 2018 ist die Beachsoccer-EM geplant.

Einer der Weltbesten: Dejan Stankovic, hier am Spiezer Länderspiel 2011 gegen Deutschland, soll 2018 mit der Schweiz in Spiez die EM spielen.

Einer der Weltbesten: Dejan Stankovic, hier am Spiezer Länderspiel 2011 gegen Deutschland, soll 2018 mit der Schweiz in Spiez die EM spielen.

(Bild: Walter Dietrich)

Jürg Spielmann

Nach dem Open-Air ist vor dem Sportgrossevent: Keine zehn Monate nach der Erstauf­lage des Seaside Festival soll im Mai 2018 in Spiez die Beachsoccer-Europameisterschaft angepfiffen werden. Das ist das hochgesteckte Ziel, das Spiez-Marketing-Geschäftsführer Stefan Seger und Swiss-Beach-Soccer-Präsident Reto Wenger gemeinsam verfolgen. Dass die besten kontinentalen Strandkicker in der Bucht um Titelehren spielen sollen, ist ebenso wenig ein Zufall wie die Austragung des Seaside Festival. Beides ist Teil einer Strategie der Spiez Marketing AG und des Gemeinderates.

2011 wurde besiegelt, dass sich die pittoreske Bucht und deren Angebot entwickeln soll. «Das akquirierte Festival ergänzt neben dem Seenachtsfest das Angebotsportfolio im kulturellen Bereich und ist die konsequente Umsetzung der strategischen Stossrichtung ‹einzigartige wiederkehrende Anlässe› nach Spiez zu bringen», erklärt Seger.

Die Umsetzung im sportlichen Bereich wird mit Beachsoccer-Final- und Länderspielen schon seit 2011 gelebt. Mit einigem Erfolg: Der Ort konnte sich als Kompetenzzentrum Sand etablieren. Internationale Turniere ausrichten und Wertschöpfung für Spiez generieren, war ein Fernziel. «Es besteht die konkrete Absicht, stets innerhalb der Vereinbarung über die Anzahl lauter Anlässe, einen letzten qualitativ hochwertigen Event an Land zu ziehen», so Seger. Internationale Turniere sollen die laue Vorsaison beleben.

«Wir rechnen mit einem Budget von 750'000 Franken.» Anders als für das Musikfestival, das die Gemeinde laut Stefan Seger nichts kostet, sind die Spiezer für die Ausrichtung der dreitägigen Beachsoccer-EM mit acht Nationen auf die öffentliche Hand angewiesen. Einen Drittel müssten sie von der Gemeinde via Ortsmarketingkredit, von touristischen Organisationen, Kanton und Bund zusammenbringen.

Ein erstes Gespräch mit dem Beco, Berner Wirtschaft, hat schon stattgefunden. Der Rest des Budgets werde über die TV-Rechte, Sponsoring, Ticketing oder Catering gedeckt. «Bis Ende Jahr ist klar, ob wir das stemmen oder nicht.» Sollte der Coup gelingen, würde die neue Beach-Arena, mit einer auf 2000 Plätze ausgebauten Tribüne, bespielt.

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