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Auch ein König ist nur ein Mensch

Schwingerkönig Christian Stucki gilt als Vorbild. Am Sonntag massen sich Freiwillige mit seinen Leistungen in fünf Alpen-Disziplinen.

Schwingerkönig Chrigel Stucki beim Sackwerfen. Das (mediale) Interesse ist gross.
Schwingerkönig Chrigel Stucki beim Sackwerfen. Das (mediale) Interesse ist gross.
Corina Kobi

Die Engstligenalp scheint die zweite Heimat vom neuen Schwingerkönig Christian Stucki aus Lyss zu sein. Bereits letztes Jahr stand er anlässlich des Alp-Schwingets zur Verfügung, um sich mit Festbesuchern im Sägemehl und im Steinstossen zu messen.

Das Beispiel fand Anklang, und am Sonntag legte er in fünf ausgefallenen Disziplinen Leistungen vor, die zu überbieten waren.

Teilnehmen ist wichtiger als Siegen

Kuhmelken, Käserollen und Alpengolf, aber auch Gummistiefel-Weitwurf und Glockenläuten sind zwar nicht gerade olympisch, doch auch hier zeigte die Teilnahme mehr Wirkung als der Sieg.

Auch für Roger Steiner, dem Geschäftsführer der Bergbahnen Engstligenalp AG, war es klar, dass es hier nur um Spass und Freude geht. «Jeder Teilnehmer hat die Chance, bei einem besseren Resultat ein Diplom zu erhalten und an der Schlussverlosung für einen attraktiven Preis mitzumachen», so Steiner.

Als Beweis dafür zeigte sich die Tatsache, dass plötzlich ein kleiner Junge vor dem 1,98 m grossen und 150 Kilogramm schweren Schwingerkönig stand und ihm seine Urkunde zeigte. «Ich bin besser als du, ich habe beim Glockenläuten einen Punkt mehr gemacht.»

Auch beim Kuhmelken wurde der König kurz vor Schluss von Hansueli Spycher mit 1,2 Liter Melkleistung übertroffen. Doch in den Wurfdisziplinen blieb Chrigu ungeschlagen.

«Dieser Anlass war schon seit langem geplant, doch dass wir einen König begrüssen dürfen, steigert die Popularität», meinte Roger Steiner. Unter dem sehr grossen Andrang zeigte sich Stucki einmal mehr als «liebe Siech».

Autogramm- und Fotowünsche wurden sofort erfüllt, und er blieb ein König zum Anfassen. Selbst ein Fernsehinterview mit TV SRF brachte ihn nicht aus der Ruhe.

Grosse Fussstapfen gehen voraus

«Dieser Anlass hat nichts mit dem Sieg beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) zu tun. Dafür hatte ich viele Medientermine und Sponsorenverpflichtungen zu erfüllen. Aber hier hat es Spass gemacht», so Stucki.

Mit der Schuhgrösse 51 wird es nicht einfach sein, in seine Fussstapfen zu treten. Doch wird es auch zukünftig einen Nachfolger des Schwing-Grand-Slam-Gewinners (ESAF, Kilchberg, Unspunnen) geben, der Aushängeschild der Engstligenalp werden kann.

www.engstligenalp.ch

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