Engstlenalp: Wenger erbt den Festsieg

Innertkirchen

Der gestellte Schlussgang zwischen Matthias Glarner und Christian Gerber ebnete Kilian Wenger den Sieg auf der Engstlenalp.

«Eigentlich hatte ich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet. Ich nehme diesen Erfolg jedoch gerne», sagte Wenger nach seinem geerbten Festsieg.<p class='credit'>(Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Archiv))</p>

«Eigentlich hatte ich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet. Ich nehme diesen Erfolg jedoch gerne», sagte Wenger nach seinem geerbten Festsieg.

(Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Archiv))

Eine Woche nach dem Brünigschwinget erlebten 2'500 Zuschauer auf der Engstlenalp ein Schwingfest mit über 100 Teilnehmern. Dadurch zog sich das Fest – organisiert vom Schwingklub Meiringen – in die Länge, sodass der Schlussgang erst um 19 Uhr ausgetragen werden konnte.

Optimal startete Kilian Wenger mit einem Sieg gegen Christian Gerber in den Wettkampf. Nach einem weiteren Erfolg gegen Michael Hess musste der Diemtigtaler im dritten Gang die Punkte mit dem zurzeit sicher stärksten Emmentaler Matthias Aeschbacher teilen.

Nach zwei weiteren Erfolgen gegen Stefan Marti und Lukas Bernhard fehlten dem Schwingerkönig am Ende die Maximalnoten dafür, sich für den Schlussgang zu qualifizieren. Mit dem Abschlusserfolg im sechsten Gang gegen den «Eidgenossen» Patrick Schenk erbte Wenger den Festsieg jedoch verdient.

«Eigentlich hatte ich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet. Ich nehme diesen Erfolg jedoch gerne. Für mich ist dieser Erfolg die Bestätigung, dass ich für die zwei verbleibenden Kranzfeste bestens gerüstet bin.»

Glarner im Aufwind

Im ersten Gang gegen den aufstrebenden Innerschweizer Gast Stefan Ettlin wirkte der Schwingerkönig Matthias Glarner noch etwas gehemmt. Auf der Suche nach seiner Bestform riskierte der Meiringer in seiner Aufbausaison nach seinem schweren Unfall zu wenig und musste sich mit einem gestellten Gang abfinden.

In der Folge zeigte Glarner jedoch klar auf, dass er sich Schritt für Schritt seiner Bestform annähert. Besonders der Sieg bringende Kurzzug im vierten Gang gegen Fritz Ramseier war eine Augenweide und erinnerte an vergangene Grosstaten. Der Schlussganggegner von Matthias Glarner, Christian Gerber, trumpfte nach der Niederlage gegen Kilian Wenger gross auf.

Die Schlussgangqualifikation verdiente sich der Emmentaler mit einem Plattwurf im fünften Gang gegen den Routinier Willy Graber. Unter seinem Wert geschlagen wurde Kilian von Weissenfluh, der nach zwei Siegen und drei gestellten Gängen im sechsten Gang die Überlegenheit von Matthias Aeschbacher anerkennen musste.

Berner Zeitung

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