Zum Hauptinhalt springen

87 km/h zu schnell unterwegs

In Gadmen war ein Töfffahrer schnell unterwegs – sehr schnell: 167 Stundenkilometer statt der erlaubten 80. Nun wurde er verurteilt.

Eine knappe halbe Stunde dauerte gestern die Verhandlung am Regionalgericht Thun. Das abgekürzte Verfahren wurde gewählt, weil der fehlbare Lenker aus dem Kanton Schwyz geständig und nicht vorbestraft war. Wie der Gerichtspräsident ausführte, war der Motorradfahrer am Sonntag, 3. Juli 2016, in Gadmen, Gemeinde Innertkirchen, unterwegs, als er im Abschnitt Wyler–Nessental geblitzt wurde.

Er überschritt die geltende Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern um 87 Stundenkilometer. «Er ging durch die besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzen oder Todesopfern ein», erklärte der Gerichtspräsident. Er hielt jedoch fest: «Wir sind froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist.»

Von Personenwagen gejagt

Doch wie kam es zu dem Geschwindigkeitsexzess? Gemäss Anklageschrift hatte der fehlbare Lenker auf einer geraden Strecke massiv beschleunigt, nachdem ein Personenwagen mit stark überhöhter Geschwindigkeit nahe zu ihm aufgeschlossen hatte und der Töfffahrer zu diesem Fahrzeug Abstand gewinnen wollte.

«Es ist erklärbar, aber nicht entschuldigbar», bilanzierten sowohl Staatsanwaltschaft als auch Gerichtspräsident. Der Autolenker wurde zwölf Sekunden nach dem Motorradfahrer geblitzt, auch mit ziemlich überhöhter Geschwindigkeit.

Und was sagte der heute 50-jährige Motorradfahrer zu seiner Tat? «Es tut mir leid, was ich gemacht habe, es war unverantwortlich» zeigte er sich reuig. Das nahm ihm der Gerichtspräsident ab und erklärte, der Motorradfahrer sei schon während der ganzen Verhandlung kooperativ gewesen.

Das Strafmass für die qualifiziert grobe Verletzung von Verkehrsregelen wurde wie folgt festgelegt: Der Motorradfahrer kassierte eine bedingte Freiheitsstrafe von zwölf Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren. Darüber hinaus muss er die Verfahrenskosten von mehreren Tausend Franken tragen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch