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614 Feuerwehreinsätze in Interlaken-Oberhasli

Rund 40 Kommandanten und deren Stellvertreter tagten am Kommandantenrapport und blickten auf ein einsatzreiches Jahr 2016 zurück.

Andreas Blatter, Präsident FVIO, Kreisfeuerwehrinspektor Thomas Dummermuth und Fritz Teuscher, Chef Gebirgsdetachement der Luftwaffe (v. l.)
Andreas Blatter, Präsident FVIO, Kreisfeuerwehrinspektor Thomas Dummermuth und Fritz Teuscher, Chef Gebirgsdetachement der Luftwaffe (v. l.)
Beat Jordi

Die zehn grössten Feuerschäden 2016 verursachten im Kanton Kosten von fast 14 Millionen Franken. Zum Glück gab es im vergangenen Schadenjahr keine Todesopfer zu beklagen, wie die Statistik zeigte. «Vor allem im Sommer ist auch Blitzschlag eine dominierende Brandursache», stellte Kreisfeuerwehrinspektor Thomas Dummermuth fest, der durch den Kommandantenrapport führte. Er machte auf die GVB-Blitzschutzkampagne aufmerksam. Die Feuerwehren leisteten 2016 in der Region Interlaken-Oberhasli 614 Einsätze, mehrheitlich wegen Brand, Elementarereignissen, Ölpannen und Verkehrsunfällen.

Als Anschauungsunterricht schilderten Daniel Gertsch, Kommandant Feuerwehr Grindelwald, und Markus Bauer, Pikettkommandant Feuerwehr Meiringen, die Abläufe von zwei Grossereignissen in ihren Gemeinden. Beide Brände entstanden im Zusammenhang mit Elektrizität und konnten durch die örtliche Feuerwehr mit Unterstützung aus dem Raum Bödeli gelöscht werden. Dank raschem Eingreifen wurden die Anwohner und das Vieh inklusive Hennen gerettet. Offen informierten die beiden Kommandanten auch über Pannen und die daraus entstandenen Gefahren für die Einsatztruppen, beispielsweise durch zu früh entfernte Absperrungen.

Delegiertenversammlung im Eilzugstempo

Zur Delegiertenversammlung waren nebst den Feuerwehrkommandanten und den Delegierten auch Partnerorganisationen wie Kantonspolizei, Zivilschutz, Rega und weitere eingeladen. Auch das Gebirgsdetachement der Luftwaffe, mit ihrem Chef Fritz Teuscher, ist als Partner eingebunden. Teuscher gab in seinem eindrück­lichen Referat über die Einsätze seines 12-köpfigen Teams Einblick in die meist gefahrvollen Aufgaben. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist dabei keine Seltenheit. Verunfallte militärische oder zivile Fluggeräte können Schadstoffe verlieren oder zu brennen beginnen.

Nach Abnahme der statutarischen Geschäfte genehmigten die Delegierten auch alle übrigen Anträge und bestätigten den neu auf fünf Mitglieder verkleinerten Vorstand mit Andreas Blatter als Präsidenten.

Die Feuerwehren unterstehen im Kanton Bern dem Regierungsrat. Dabei hat er die Kontrolle als Mandat an die Gebäudeversicherung GVB ausgelagert. Schwerpunkte der Inspektorentätigkeit sind, nebst der Aufsicht der Feuerwehren, die Ausbildung von Kader und Mannschaften sowie die Einsatzberatung.

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