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25 Jahre Stimmung und Gemütlichkeit

Ein Vierteljahrhundert Brasserie 17: Ursula, Bart und Sophie Stapel blicken am kommenden Samstag mit Gästen zurück und freuen sich auf die Zukunft.

Im Februar 1995 übernahmen die beiden Holländer Bart Stapel (l.) und Piet Swenker die Räumlichkeiten an der Rosenstrasse 17 in Interlaken und nannten ihr Lokal «Brasserie 17». Zehn Tage lang möbelten sie die Räumlichkeiten auf, mit Farbe und einer ellenlangen Theke.
Im Februar 1995 übernahmen die beiden Holländer Bart Stapel (l.) und Piet Swenker die Räumlichkeiten an der Rosenstrasse 17 in Interlaken und nannten ihr Lokal «Brasserie 17». Zehn Tage lang möbelten sie die Räumlichkeiten auf, mit Farbe und einer ellenlangen Theke.
PD
«Interlaken schien auf uns gewartet zu haben, die Brasse schlug wie eine Bombe ein», erinnert sich Bart (l., anno 1996). Ein konkretes Konzept hatten sie keines.
«Interlaken schien auf uns gewartet zu haben, die Brasse schlug wie eine Bombe ein», erinnert sich Bart (l., anno 1996). Ein konkretes Konzept hatten sie keines.
PD
Die Brasse-Chefs 2015: Bart, Ursula und Tochter Sophie Stapel mit Piet Swenker. Sophie wird in diesem Jahr die Geschäfsführung übernehmen.
Die Brasse-Chefs 2015: Bart, Ursula und Tochter Sophie Stapel mit Piet Swenker. Sophie wird in diesem Jahr die Geschäfsführung übernehmen.
PD
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Die «Eintracht» an der Rosenstrasse 17 war bis vor 25 Jahren die Büezer-Beiz von Interlaken. «Das sind wir doch heute noch immer», sagt Ursula Stapel und lacht. Allerdings kommen alle: Handwerker, Angestellte, Chefs, Studenten, Studierte.

Ursula, ihr Mann Bart und Piet Swenker tauften im Februar 1995, als sie das Haus in Pacht übernahmen, ihr Lokal Brasserie, mit der Hausnummer als Zusatz. Als Brasserie – eigentlich Bierbrauerei – bezeichnet man vor allem in frankofonen Raum Gaststätten, oft bei Bierbrauereien, die einfach ausge­stattet sind und warme Speisen anbieten.

«­Gemütlichkeit und Stimmung stehen im Vordergrund, nicht perfekter Service.»

Bart Stapel, Brasserie 17

Das Konzept hinter der Brasserie 17? «Eigentlich hatten wir gar kein Konzept», sagt Ursula. Aber Ideen, zum Teil auch aus der ­holländischen Gastronomie. «­Gemütlichkeit und Stimmung stehen im Vordergrund, nicht perfekter Service», sagt Bart. Zehn Tage lang möbelten sie die Eintracht auf, mit Farbe und einer ellen­langen Theke. «Interlaken schien auf uns gewartet zu haben, die Brasse schlug wie eine Bombe ein», erinnert sich Bart.

Manchmal ein wenig Holland

Die beiden Holländer Bart und Piet hatten sich in Grindelwald bei der Arbeit hinter der Bar kennen gelernt. Ein zu Spässen aufgelegtes Duo, das zum Trio wurde, als Bart Ursula, die ebenfalls in Grindelwald arbeitete, lieben lernte. Die drei wurden für fast 24 Jahre ein Erfolgsteam. Dank Piet und dank selbstständigen guten Mitarbeitenden hatten Bart und Ursula Zeit für ihre Töchter Sophie und Ninke, für gemeinsame Ferien und freie Wochenenden, auch wenn die Brasserie 364 Tage im Jahr offen war.

«Eigentlich hätte Piet das 25-Jahr-Jubiläum feiern und sich dann zur Ruhe setzen wollen.» Bart erzählt vom Schicksalsschlag im Brasse-Team. Ende 2018 starb Piet, der den Titel «Nachtbürgermeister» von Interlaken bekommen hatte. Sein Göttikind Sophie übernimmt dieses Jahr die Geschäftsführung, die Eltern bleiben präsent.

Zurück zum Konzept: In der Brasse gibts gut internationales, gut bürgerliches und abwechslungsreiches Essen zu fairen Preisen, stets begleitet von guter Stimmung. Zu Sinterklaas, dem Koningstag und während Europa- und Weltmeisterschaften mit holländischer Beteiligung kommen die niederländischen Wurzeln zum Vorschein. «Da es in der Eintracht eine Bühne hatte, kauften wir ein Klavier. Kaum war es gestimmt, war es wieder verstimmt», erinnert sich Ursula.

Trotzdem: An den Donnerstagskonzerten lernen die Gäste – gratis – Oberländer Bands und viele Musikstile kennen. Das Piano bringen sie mit. Mit dem Gauklerfestival schenkt das Brasserie-Team ganz Interlaken ein vergnügliches und oft auch verblüffendes Fest. Das namensgebende Bier hat jeweils mit samstäglichen Bierdegustationen einen Auftritt.

Am 15. Februar sind alle treuen Gäste der Brasserie 17 ab 18 Uhr zur Jubiläumsparty eingeladen.

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