Grindelwald: Allzeitrekord für die Hotellerie

Grindelwalds Hotellerie weist für das Jahr 2018 mit 573'874 Logiernächten einen neuen Allzeitrekord aus. Doch nicht nur das.

2018 war ein gutes Jahr für Grindelwald Tourismus (Symbolbild).

2018 war ein gutes Jahr für Grindelwald Tourismus (Symbolbild).

(Bild: iStock)

Jürg Spielmann

Aus Sicht von Grindelwald Tourismus kann rückblickend von einem ausserordentlichen Jahr 2018 gesprochen werden – in der 133-jährigen Geschichte, so lange besteht der Tourismusverein, wurde für die Hotellerie noch nie besser Werte hinsichtlich Logiernächte oder Bettenauslastung verzeichnet.

«573'874 Logiernächte generierte die Grindelwalder Hotellerie im Kalenderjahr 2018 – ein Wert, der eine neue Rekordgrösse markiert und den alten Bestwert aus dem Jahr 2000 um 24'782 Logiernächte übertrifft», teilt Grindelwald Tourismus mit. Als Gesamtergebnis sämtlicher Beherbergungsformen (Hotels und Parahotellerie) erwartet Grindelwald Tourismus ein Resultat in der Grössenordnung von rund 1,3 Millionen Logiernächten.

Bruno Hauswirth, Geschäftsführer Grindelwald Tourismus, liegt eine Kennzahl besonders am Herzen. «Die Bruttobettenauslastung der Hotels stieg auf einen neuen Bestwert von 59,4 Prozent», wird er in der Mitteilung zitiert. Das schweizerische Mittel liege bei rund 38 Prozent. «Erfreulich ist», so Hauswirth, «dass in den letzten sechs Jahren im Gegensatz zum allgemeinen Trend der alpinen Destinationen ein konstantes Wachstum verzeichnet werden konnte.»

Zunahme an Schweizern

Grindelwald ist seit jeher ein stark international geprägter Ort. Mit einem Schweizer Gästeanteil von rund einem Drittel, einem Drittel asiatischer Gäste und einem weiteren Drittel internationaler (primär europäischer und nordamerikanischer) Gäste, ist diese Aussage nachvollziehbar. Seit 2009 sei die Anzahl an Schweizer Gästen um 18 Prozent gestiegen. Den grössten Nachfragesog entwickelte innerhalb eines Jahres der nordamerikanische Markt mit einem Zuwachs von 34 Prozent (+10'237 Logiernächte).

Zufrieden mit dem Jahr 2018 ist auch Stefan Grossniklaus, Präsident des Vereins Grindelwald Hotels. «Die durchschnittlich erzielte Hotelzimmerrate pro Tag, die mittlerweile über verschiedene Quellen messbar ist, konnte nochmals verbessert werden, dies um rund 5 Prozent.» Die Durchschnittsrate werde in Zukunft noch weiter steigen, glaubt er. Investitionen in die Produkte und eine weitere Stärkung der Marke Grindelwald seien nur zwei von vielen Faktoren, die dies möglich machen würden, so Grossniklaus.Neue Ziele definiert

Wichtige Treiber für ein konstantes Wachstum sind laut Grindelwald Tourismus «engagierte und motivierte Beherberger, eine robuste Weltkonjunktur, gute Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven und zusätzliche Marketingmöglichkeiten mit Kooperationspartnern wie den Jungfraubahnen oder der Jungfrau Region Tourismus AG». Potenzial wird vor allem noch in der Wintersaison ausgemacht. Grindelwald Tourismus setzt sich neue Ziele. Bruno Hauswirth: «Die neue Zielvorstellung lautet elf Monate Saison und eine jährliche Bruttobettenauslastung der Hotels von 60 Prozent.»

Berner Oberländer

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