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10 Tonnen Käse nach 93 Tagen

Nach einem guten Sommer kehrten die Kühe von der Alp Sefinen zurück.

Der Alpabzug der Sefiner zieht über die Seestrasse Unterseen hinaus zum Wydihof. Voraus das Älplerteam.
Der Alpabzug der Sefiner zieht über die Seestrasse Unterseen hinaus zum Wydihof. Voraus das Älplerteam.
Ueli Flück

Frühmorgens am Samstag nahmen die Kühe, die den Sommer auf der Alp Sefinen hinten im Lauterbrunnetal verbracht hatten, vom Stafel Oberberg aus den steilen Abstieg nach Stechelberg unter die Klauen. Dort war gut ein Drittel des Viehs bereits zu Hause. Die andern Tiere aber wurden verladen und nach Wil­derswil gefahren, wo sie geschmückt wurden und dann an viel Publikum vorbei über den Rugen und durch Interlaken und Unterseen hinaus zum Wydihof der Familie Etter zogen. Dort war bereits seit Mittag eine Festwirtschaft in Betrieb. Und es wurde in den folgenden Stunden wacker gewirtschaftet und gefestet.

Hervorragender Sommer

«Sefina, die mälchst» unter den Lauterbrunner Alpen, so die Kunde. Und der Sommer 2019 sei ein hervorragender gewesen, stellte Korporationspräsident Arnold von Allmen (Stechelberg) fest. 93 Tage dauerte die Alpzeit. 100 Kühe sowie 130 Stück Galtvieh (inklusive rund 25 Mutterkühen mit ihren Kälbern) weilten auf der zweistafeligen Alp. Deren Weidegebiet erstreckt sich zwischen dem Sefinental und der Wasenegg, auf 1420 bis 2510 Meter über Meer. Bewirtschaftet wird die Alp von der Alpkorporation Sefinen. Zwei Drittel sind im Besitz der Gemeinde Unterseen, ein Drittel verteilt sich auf Bauern hauptsächlich aus dem Lauterbrunnental.

Senntumspräsident Daniel Bieri (Unterseen) hielt auf dem Wydihof Rückschau auf einen guten Alpsommer und lobte das Älplerteam (drei Männer, zwei Frauen) unter Leitung von Käser Patrick Röthlisberger. Der Nutzen: 10 Tonnen feinster Alpkäse. Von diesem genossen bereits Passanten (etwa Wanderer auf dem Weg über die Sefinenfurgge) und Gäste der Rotstockhütte. Die Alpansprecher verkaufen ihn an Privatkundschaft und an den Märkten im Stedtli und in Stechelberg.

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