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Wo neben Gemüse auch die ­Fotovoltaik wächst und wächst

Mehr als eine Million ­Kilowattstunden Strom produziert Beat Bösiger mittlerweile auf den Dächern seiner Gemüsekulturen AG.

Ein Meer von Modulen. Fast 4000 sind es heute an der Zahl.
Ein Meer von Modulen. Fast 4000 sind es heute an der Zahl.
pd

Mit einer Dachfläche von etwa 700 Quadratmetern und einer jährlichen Stromproduktion von rund 100'000 Kilowattstunden ist Beat Bösiger vor fünf Jahren ins Energiegeschäft eingestiegen. Inzwischen sind es bereits über 1 Million Kilowattstunden Strom, die auf den Dächern seiner Gemüsekulturen AG in Niederbipp im Jahr produziert werden können.

Für eine Gemeinde wie Niederbipp mit ihren zahlreichen Industriebetrieben ist das freilich eine verhältnismässig kleine Menge. Auf rund 32'000 Megawattstunden beläuft sich der jährliche Strombedarf der Gemeinde laut Tom Dietschi, Leiter Marketing und Kommunikation Geschäftsfelder bei der Onyx AG. «Bei einer kleineren Gemeinde indes könnten mit dem von der Bösiger AG produzierten Strom gut 10 bis 15 Prozent der Haushalte versorgt werden.»

Mit ihren insgesamt 6600 Quadratmetern Fläche ist deren Fotovoltaikanlage denn auch eine der aktuell grössten im Oberaargau. Wobei die erneuerbare Energie, die durch die Anlagen der Bösiger AG gewonnen wird, nicht direkt für die Versorgung der Gemeinde verwendet wird.

«Ohne Einspeisever­gütung wäre eine solche Anlage niemals wirtschaftlich.»

Beat Bösiger, Firmeninhaber

Schon 2013 wurde die Anlage ins Förderprogramm des Bundes aufgenommen. Entsprechend fliesst ihr Strom übers Netz der Elektrizitätsversorgung (EV) Niederbipp in die Bilanzgruppe der kostendeckenden Einspeisevergütung. Für die Versorgung ihrer Kunden und schliesslich auch für Beat Bösiger kauft die Elektrizitätsversorgung Niederbipp ihren Strom bei der Onyx gemäss der von ihr gewünschten Stromqualität ein.

Einen Beitrag leisten

«Ohne Einspeisevergütung wäre eine solche Anlage niemals wirtschaftlich», verweist der Unternehmer auf rund 4 Millionen Franken, die er mittlerweile in die Fotovoltaik auf seinen Dächern investiert hat. Rechnen werde sich das erst nach rund zehn Jahren, sagt er.

Neben dem Ertrag, den ihm die Anlage dereinst bringen soll, gehe es aber auch um die nachhaltige Produktion an sich. «Wir sind ein bedeutender Betrieb in Niederbipp und wollen als solcher unseren Beitrag leisten zu einer nachhaltigen Energieversorgung.»

Die Abkehr von der Kernenergie hin zu erneuerbaren Energien, verbunden mit einem sinkenden Verbrauch allgemein, ist erklärtes Ziel der Energiestrategie 2050 des Bundes. Noch macht die Solarenergie im Gesamtstrommix der Onyx als Direktversorgerin von 56 Gemeinden im Oberaargau und in angrenzenden Gebieten nur einen kleinen Teil aus. Den Hauptteil bildete 2016 mit 56,5 Prozent die Wasserkraft, vor der Kernenergie mit 37,4 Prozent.

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