Niederbipp

«Wir möchten den Austausch fördern»

NiederbippDie Legislaturziele des Gemeinderats stehen im Zeichen der Kommunikation. Das Gremium will die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden vertiefen.

Die Niederbipper Gemeindepräsidentin Sibylle Schönmann (SVP) will die Bevölkerung aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden.

Die Niederbipper Gemeindepräsidentin Sibylle Schönmann (SVP) will die Bevölkerung aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden. Bild: Olaf Nörrenberg

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«Wir möchten den persönlichen Austausch intensiv fördern», sagt die Niederbipper Gemeindepräsidentin Sibylle Schönmann. Im Zeichen der Kommunikation stehen denn auch die Legislaturziele des vor einem Jahr gewählten Gemeinderats. Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern soll vertieft werden.

So bieten Sibylle Schönmann und Geschäftsleiter Thomas Reber seit August eine Sprechstunde an. Jeweils am ersten Donnerstag im Monat hat die Bevölkerung die Möglichkeit, Anliegen zu deponieren und Fragen zu stellen. Bereits hätten fünf Personen das Angebot genutzt, sagt Schönmann.

1500 Zugriffe in zwei Tagen

Neu ist Niederbipp offiziell in den sozialen Medien vertreten: Vor zwei Monaten hat die Gemeinde einen eigenen Facebook-Account eingerichtet. «Wenn etwas passiert, tauschen sich die Bürger sofort über diese Plattform aus», sagt Sibylle Schönmann. Ohne eigenen Account habe man als Gemeinde jeweils keine Möglichkeit, Stellung zu beziehen.

Auch anderweitig sei diese schnelle Art von Kommunikation von Vorteil. So hat die Gemeinde zweimal eine Stelle über die Onlineplattform ausgeschrieben. Mit Erfolg: «Auf eine Stelle im Werkhof hatten wir innerhalb von zwei Tagen 1500 Zugriffe», sagt die Gemeindepräsidentin. Noch bevor das Inserat im Anzeiger erschienen sei, hätten sie die ersten Bewerbungen auf dem Tisch gehabt.

Zudem will der Gemeinderat die Kooperation mit anderen Behörden verstärken. Dies be­inhaltet den Austausch mit den Exekutiven der umliegenden Gemeinden Wolfisberg, Oberbipp und Oensingen. Erste gemein­same Gemeinderatssitzungen hätten bereits stattgefunden, sagt Sibylle Schönmann. Mit einer vertiefteren Zusammenarbeit könnten etwa gemeinsame Dienstleistungen ausgebaut und damit Geld eingespart werden, so die Gemeindepräsidentin. Ebenfalls im Raum steht eine ver­tieftere Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Bipp und der Feuerwehr Oberbipp.

Neues Reglement

Sind all diese Bestrebungen aus dem Scheitern des Fusions­projekts Oberaargau Nord heraus entstanden? «Nein», sagt Sibylle Schönmann, «Wir hatten bereits vor der Abstimmung sämtliche Sitzungstermine vereinbart.»

Ein weiteres Legislaturziel bezieht sich auf die Benützung des Saalbaus Räberhus durch auswärtige Veranstalter. Für diese will der Gemeinderat ein neues Reglement erarbeiten. Dies, weil Externe in der Vergangenheit mehrfach kurzfristig einen Verein mit einem Mitglied aus Niederbipp gründeten, um die Räumlichkeiten zum vergünstigten Preis mieten zu können. «Externe sind immer willkommen, aber wir wollen nicht, dass sie die Vereine im Dorf konkurrenzieren», so Schönmann. Über die Verfügbarkeit des Räberhus soll man sich übrigens künftig auf der Website der Gemeinde informieren können. (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.11.2017, 17:04 Uhr

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