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«Wir kommen wieder»

Die zweite Durchführung des Street Festival vermochte zahlreiche Besucher anzulocken. Jung und Alt zog am Wochenende durch die Innenstadt und liess sich von musikalischen Darbietungen und Kulinarik begeistern.

Für jeden ist etwas dabei: Auch Cowboys und Kinder kommen am Street-Festival auf ihre Kosten.
Für jeden ist etwas dabei: Auch Cowboys und Kinder kommen am Street-Festival auf ihre Kosten.
Olaf Nörrenberg
Ein Amerikaner in Langenthal: Der Folk-Sänger John Francis.
Ein Amerikaner in Langenthal: Der Folk-Sänger John Francis.
Olaf Nörrenberg
Märlin's Barden erzählen Märchen von Fabelwesen.
Märlin's Barden erzählen Märchen von Fabelwesen.
Olaf Nörrenberg
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Was haben die zahlreichen gelben Buttons, die schon die ganze Woche in der Langenthaler Innenstadt auszumachen sind, zu bedeuten? Dass die zweite Durchführung des Street Festival in den Startlöchern steht.

Das Konzept von Irene Ruckstuhl ist so simpel wie genial: 26 Musikerinnen und Musiker ziehen an zwei Abenden von einer Bühne zur andern, insgesamt zehn Lokale machen mit. Fürs Zuhören muss niemand bezahlen, die Künstler können nach ihren Darbietungen eine Kollekte erheben.

Das Angebot reicht von Pop- und Rockmusik über Country bis hin zu Poetry-Slam. Aber auch für die Kleinsten ist etwas dabei, der Geschichtenerzähler Märlin lässt Kinderaugen leuchten. Ge­meinsam mit seinen beiden Barden tourt Silvio Beltrametti durch Langenthal und zieht mit keltischer Musik und Geschichten von Fabelwesen Kinder, aber ebenso Erwachsene in seinen Bann.

Eine erfrischende Ab­wechslung im breiten musikalischen Programm. Der Ablauf stellt für Märlin’s Barden aber eine grosse Herausforderung dar, sagt Beltrametti. Denn etliche Instrumente und Requisiten müssten innerhalb von fünfzehn Minuten gezügelt werden. «Dann spielen wir am anderen Ort halt etwas später», sagt er leichthin, während Schwerter, Helme und Instrumente im Leiterwagen verschwinden.

Leisere Klänge gibt es am Freitag von Three Women, Three Voices zu hören. Das Mutter-Töchter-Trio stellt unter Beweis, wie viel allein mit der Stimme zu machen ist. Da sie ohne Mikrofon auftreten, gehen die feinen Klänge zum Teil beinahe unter. Doch aufmerksame Zuhörer lassen sich von den Schweizer Hits zum Mitsingen motivieren. Das A-cappella-Trio geniesst den ersten Auftritt vor grösserem Publikum, der ihnen am Festival ermöglicht wird.

Ein Musiker von internationalem Format ist gar zugegen. Der Amerikaner John Francis tourt derzeit durch die Schweiz und legt an seinem freien Tag extra einen Zwischenstopp im Oberaargau ein.

Organisiert hat dies seine hiesige Promoagentur. «The Swiss are deep listeners», sagt John Francis in breitem Englisch. Also die Schweizer seien «tiefe» Zuhörer und offen für wichtige Botschaften. Gesagt, getan, schon legt Francis mit Bob Marleys «Get Up, Stand Up» los.

Überaus zufrieden mit dem diesjährigen Festival ist die Organi­satorin Irene Ruckstuhl. Ausnahmslos positive Rückmeldungen habe sie erhalten. «Viele der Künstler waren begeistert und haben mir für nächstes Jahr schon zugesagt», schwärmt sie. Eine dritte Durchführung ist also schon fest geplant. Den Verkauf der Pins wolle sie aber noch stärker vorantreiben, denn dieser sei für die Organisation unabdingbar. Reich wird am Street Festival wohl kaum ein Künstler.

Doch das ist auch nicht der primäre Zweck des Anlasses. Er belebt die Langenthaler Innenstadt und bietet den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Und der Tenor ist an diesem Wochenende einhellig: «Endlich ist in Langenthal mal etwas los.»

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