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Wangen wird einen Monat roth

Das Festival «Nomen est omen» startet in einem Monat. Es widmet sich dem eng mit Wangen an der Aare verbundenen Namen Roth(en). Am 1. und am 2. Juli findet eine grosse Party auf der alten Holzbrücke statt.

Kurt Roth: Geomatikingenieur, ­Biolandwirt, Medium, Künstler.
Kurt Roth: Geomatikingenieur, ­Biolandwirt, Medium, Künstler.
zvg
Remo Roth: In Wangen geborener und heute in Zürich lebender Maler.
Remo Roth: In Wangen geborener und heute in Zürich lebender Maler.
zvg
Julia Roth: Steinbildhauerin mit eigenem Atelier in Basel.
Julia Roth: Steinbildhauerin mit eigenem Atelier in Basel.
zvg
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Roth-Wein-Risotto und Rothkohl gibt es zum Apéro, wenn das Kulturfestival «Nomen est omen» eröffnet wird. Dieses Jahr findet der Anlass mit Kunst, Architektur, Musik, Theater und Kulinarik bereits zum fünften Mal statt, was die Verantwortlichen dazu veranlasste, dieses kleine Jubiläum in einem neuen Rahmen zu begehen. Wie jedes Mal ist das Kulturfestival einem Nachnamen gewidmet. 2016 lautet dieser Roth(en). Der Name Roth ist sehr eng mit Wangen an der Aare verbunden.

Alfred Roth (1903–1998) gehört zu den wichtigsten Menschen, die aus dem Städtchen an der Aare stammen. Der Architekt ist heute zwar nicht mehr ganz so bekannt, doch ab den späten Zwanzigerjahren stand sein Name auf einer Ebene mit Le Corbusier, Ludwig Mies van der Rohe oder Marcel Breuer.

Er galt als Wortführer der Moderne und war Le Corbusiers Bauleiter. 1928 realisierte er für die Pferdehaarspinnerei Roth in Wangen sein erstes eigenes Gebäude. Alfred Roth war auch als Designer und Maler tätig. In einer Ausstellung im Glashaus von Roviva wird das Leben und das Wirken des einstigen ETH-Professors beleuchtet. Wanger Schulklassen zeigen dort, in Erinnerung an Roths bekanntes Bettdesign, ihre selbst entworfenen Traumbetten.

Schülerin von Cuno Amiet

Ebenso aus Wangen an der Aare stammt die Malerin Helene Roth (1887–1966). Sie war Lehrerin, Malerin und Grafikerin sowie die Schülerin von Cuno Amiet. Ausserdem bildete sie sich in Paris und München weiter. Ab 1937 betrieb sie ihr eigenes Atelier in Wangen. Helene Roth verstarb in Niederbipp. Ihr ist in der Städtligalerie eine Ausstellung gewidmet. Ebenfalls in der Städtligalerie werden Bilder von Franz Roth ausgestellt, und im Keller des Hauses Schmitz sind die Arbeiten des in Wangen geborenen Remo Roth zu sehen.

Hommage an Dieter Roth

Wie bei den bisherigen vier Austragungen wird man in Wangen an der Aare Kunstschaffenden ­direkt vor Ort bei der Arbeit zusehen können. Sie arbeiten während der Dauer des Festivals vom 24. Juni bis 23. Juli jeweils am Freitag (16–19 Uhr), Samstag und Sonntag (11–19 Uhr) an verschiedenen Standorten an ihren Werken: Die Basler Bildhauerin Julia Roth wird im Schlossgarten an ihren Skulpturen aus Stein und Bronze arbeiten, der Luzerner Kurt Roth wird auf dem Salzhausplatz Holzfiguren fertigen, und seine Feuerkugeln aus Eisen werden das Städtchen während des Festivals beleuchten.

Vor dem Gemeindehaus schliesslich wird Rudolf Roth mit einer Kettensäge und anderen Hilfsmitteln an ­seinen Holzskulpturen arbeiten. Graffitikünstler arbeiten im Schlossgarten an einer Hommage an den bekannten Künstler Dieter Roth. Ihm wird auch ein Filmabend im Kellertheater gewidmet sein.

Fotograf Herbert Rothen zeigt im Schlosskeller sowie auf dem Roth(en)weg seine Streetbilder aus aller Welt.

Brücke wird gerockt

Selma Roth wird im Saal des Hotels Krone ihr Ein-Frau-Stück «Roswitha in Sofitta» als Bewegungstheater aufführen, und der St. Galler Musiker Peter Roth unternimmt in der reformierten Kirche mit dem Toggenburger Klangquartett eine Reise quer durch die Musikwelt.

Erstmals bietet «Nomen est omen», in Zusammenarbeit mit dem Schuetzenhouse Wiedlisbach, etwas für das jüngere Publikum: Am 1. und 2. Juli wird die Holzbrücke gerockt. Am Freitag spielen Great Light of Slow aus Langenthal und Red Shoes aus Thun ein Doppel-Rockkonzert. Am Samstag folgen Musique en route (Balkan-Klänge), Simu (Ex-Bagatello Simon Fankhauser) Oltre und Gentediaare.

Brunch mit Künstlern

Sonntags steht jeweils ein Festival-Brunchbuffet im Hotel Krone bereit, an welchem immer auch ein Kunstschaffender beziehungsweise eine Kunstschaffende anwesend sein werden und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Eröffnet wird «Nomen est omen» mit einem grossen Fest: Am 24. Juni, ab 18.15 Uhr, begrüssen Gemeinderat Luciano Falabretti und Burgerpräsidentin Daniela Roth Schatzmann die Gäste. An diesem Abend stellen sich auch die Künstlerinnen und Künstler vor. Es spielt die regionale Band Loreley.

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