Zum Hauptinhalt springen

Vom Wettbewerb zum Bau

Mit einem Studienauftrag macht sich die Einwohnergemeinde auf die Suche nach dem besten Konzept für die Sanierung der bestehenden und den Bau einer neuen Mehrzweckhalle.

Das 44-jährige Gebäude in der Riedmatte ist erneuerungsbedürftig.
Das 44-jährige Gebäude in der Riedmatte ist erneuerungsbedürftig.
Thomas Peter

Die Mehrzweckhalle in der Oberbipper Riedmatte ist mit ihren 44 Jahren sanierungsbedürftig. Einerseits müssen die Turnhalle, die zwei Werkräume, der Bühnenanbau, die Küche und die Technikräume erneuert werden.

Andererseits muss die Heizung des gesamten Areals, zu dem auch die Schulanlagen gehören, dringend einer Sanierung unterzogen werden.

Wegen der hohen Auslastung kommen sich die Oberbipper Vereine zudem regelmässig in die Quere. Dies ist dem Bericht zum Handlungsbedarf der nicht ständigen Kommission Mehrzweckhalle zu entnehmen.

Die für dieses Projekt ins Leben gerufene Kommission um Präsident Erich Frieden hat als Bestvariante den Neubau einer Sporthalle sowie die Sanierung der bestehenden Mehrzweckhalle ausgearbeitet. Für die Durchführung eines Qualitätsverfahrens genehmigte die Gemeindeversammlung diesen Juni einen Kredit von 280 000 Franken.

Mit diesem Geld will die Kommission laut Erich Frieden zum fertigen Projekt gelangen. Dieses soll den Stimmberechtigten mit dem Kreditantrag im Herbst 2018 an der Urne vorgelegt werden.

Referenzen sind wichtig

Seit Ende September hat die Gemeinde nun das Projekt öffentlich in einem Studienauftrag ausgeschrieben. Bis zum 26. Oktober können Architekturbüros ihre Konzepte für die Sanierung der bestehenden Halle und den Neubau einer Mehrzweckhalle bei der Gemeindeverwaltung Oberbipp einreichen. «Wir hoffen, dass wir Anmeldungen von Architekten erhalten, die sich bereits mit ähnlichen Projekten beschäftigt haben», sagt Erich Frieden.

So werden vergleichbare ­Referenzprojekte bei der Entscheidung der Jury zu 50 Prozent gewichtet. Ausserdem werden die Qualifikation des Gesamtprojektleiters als Schlüsselperson sowie die Leistungsfähigkeit des Architekturbüros in die Beurteilung einbezogen. «Der Umbau ist anspruchsvoller als der Neubau einer Halle», sagt Erich Frieden. «Es ist ein grösseres, mehrteiliges Projekt. Wir brauchen jemanden, der das terminlich und volumenmässig schafft.»

Keine Doppelturnhalle

Nebst ästhetischen Gesichtspunkten spielen die Finanzen eine wichtige Rolle. «Das Bauprojekt darf Kosten von 7,1 Millionen Franken nicht überschreiten», sagt Erich Frieden. Das Konzept für den Umbau der bestehenden Halle ist für ihn eines der Hauptkriterien. Je nach Projektvorschlag seien sie jedoch auch offen für einen Abbruch dieses Gebäudes, so Frieden.

Ausserdem gebe es verschiedene Auflagen zu erfüllen. Eine davon ist, dass Spezialräume wie Werkräume, Räume für den Hauswart, eine Küche oder die Bühne untergebracht werden können. «Uns interessiert, was die Bewerber hier für Vorschläge bringen, wie sie die beiden Hallen anordnen wollen», sagt Frieden.

Die Kommission verzichtet bewusst auf den Bau einer Doppelturnhalle. Mit zwei getrennten Gebäuden könnten Terminkollisionen viel besser vermieden werden, sagt Frieden. «In einer Doppelturnhalle kann nicht in der einen Hälfte eine Veranstaltung und in der anderen ein Sporttraining stattfinden.»

Eine siebenköpfige Fach- und Sachjury, bestehend aus Mitgliedern der nicht ständigen Kommission und externen Architekten, entscheidet bis Mitte November, wer nach der Präquali­fikation in die nächste Runde kommt. Vier Teilnehmende arbeiten dann ihren definitiven Projektvorschlag aus.

Dabei stehen sie stets im Austausch mit der nicht ständigen Kommission. «So können wir unsere Meinung einbringen, bevor das fixfertige Projekt vorliegt», erklärt Erich Frieden. Dies ermögliche ihnen, frühzeitig zu reagieren und wertvolle Zeit zu sparen, so der Kommissionspräsident. Bis in einem Jahr soll das Siegerprojekt feststehen.

Wenn alles nach Plan läuft und das Projekt genehmigt wird, soll schliesslich von 2018 bis 2020 in mehreren Etappen saniert und gebaut werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch