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Vom Kanton zurückgepfiffen

Die Gewässerräume in Niederönz mussten erneut angepasst werden. Es fand sich ein Kompromiss.

Die Ortsplanungsrevision in Niederönz sorgte für Kritik – insbesondere in Bezug auf die Festlegung der Gewässerräume.
Die Ortsplanungsrevision in Niederönz sorgte für Kritik – insbesondere in Bezug auf die Festlegung der Gewässerräume.
Thomas Peter

Die Festlegung der Gewässerräume ist in Niederönz umstritten. Das weiss man spätestens seit der gut besuchten Mitwirkungsveranstaltung zur Ortsplanungsrevision vom September 2017. Dabei richtete sich die Kritik — das zeigte später auch der Mitwirkungsbericht — insbesondere gegen den Bereich beim Burgäschiseebach.

Gleich zehn Landwirte mit angrenzender Landfläche hatten in ihrer schriftlichen Eingabe angeregt, den Gewässerraum für den Bach von 15 auf 13 Meter zu reduzieren. Sie begründeten dies mit einer geringeren effektiven Sohlenbreite und stiessen damit beim Gemeinderat auf Gehör. Der liess noch einmal nachmessen und gab den Mitwirkenden recht. Wie sich nun zeigt, hielt diese Beurteilung aber der Vorprüfung nicht stand.

Zumindest nicht vollständig: Der Kanton verlangt, dass der Gewässerraum bis zur Einmündung des Bolkengräbli auf 13 Meter, danach aber auf 14,5 Meter vergrössert wird. «Wir wurden zurückgepfiffen», stellt Gemeindepräsident Daniel Beck fest.

Der Gemeinderat habe sich aber im Sinne der Mitwirkenden gewehrt und einen Kompromiss errungen. So wie es zuvor schon für die Önz einen gab: Dort hatte der Kanton einen Gewässerraum von 30 Metern vorgeschlagen und sich schliesslich mit 28 bis zur Einmündung Burgäschiseebach und 30 nach der Einmündung zufriedengegeben.

Die mittlerweile angepasste Teilrevision der Ortsplanung liegt seit vergangener Woche öffentlich auf. Bis zum 15. April können noch Einsprachen eingereicht werden. Sollten keine eingehen, wolle man die Ortsplanung bereits im Juni der Gemeindeversammlung vorlegen, sagt Beck.

Und diesbezüglich sieht es gut aus: Die Landwirte beim Burgäschiseebach würden auf eine Einsprache «ziemlich sicher» verzichten, sagt Christian Zahnd, der die Mitwirkungseingabe stellvertretend für die anderen Landwirte verfasste. Er freut sich, dass «der grösste Teil» des Gewässerraums beim Burgäschiseebach auf 13 Meter festgelegt wurde. «Damit haben wir sehr viel erreicht.»

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