Strähl, Howald und Handball

Oberaargau

Der hohe Stellenwert der Leichtathletik in der Region wurde bei der Sportlerehrung 2018 in Langenthal deutlich. Drei der vier Sieger in den Einzelkategorien stammen aus dieser Sportart.

Die U-18-Juniorinnen des HV Herzogenbuchsee wurden als bestes Team ausgezeichnet und gewannen den Sportpreis 2018.

Die U-18-Juniorinnen des HV Herzogenbuchsee wurden als bestes Team ausgezeichnet und gewannen den Sportpreis 2018.

(Bild: Marcel Bieri)

Reto Pfister

Martina Strähl hatte in der Saison 2018 einige Highlights zu verzeichnen. Sie war die erste Schweizer Frauensiegerin am GP Bern nach achtzehn Jahren. Beim EM-Marathon in Berlin brillierte sie als Siebte in 2:28:07 Stunden, der zweitschnellsten je von einer Schweizerin gelaufenen Zeit. Nur drei Wochen nach Berlin bestritt sie gegen alle Lehrmeinungen den Jungfrau-Marathon und entschied diesen für sich. Nach einer langen Pause wegen einer Erkrankung – Ende August 2017 hatte die 31-Jährige eine schwere Magenblutung erlitten – kehrte die LVL-Athletin stärker denn je zurück.

«Entscheidend war, dass wir die Trainingsstrategie auf eine Disziplin, den Marathon, ausgerichtet haben», nannte Strähl einen gewichtigen Grund für die starken Leistungen. Mit «wir» meinte sie auch das Team rund um sie herum mit Trainer Fritz Häni, der als Oberaargauer Sportpersönlichkeit geehrt wurde. 

Vertreter der LV Langenthal schwangen auch in den Nachwuchskategorien obenaus.Nadja Zurlinden belegte an der U-18-EM über 200 Meter den5. Platz. Ramon Hürlimann nahm über 800 Meter ebenfalls an der U-18-EM teil und verfehlte knapp die Qualifikation für den Halb­final. 

Lacher im Publikum

Der Oberaargauer Sportler des Jahres läuft ebenfalls, ist jedoch zusätzlich mit einer Karte im Wald unterwegs. Der Oberönzer Orientierungsläufer Florian Howald gehörte schon länger der erweiterten internationalen Spitze an, 2018 steigerte er sich weiter und holte mit Bronze auf der Mitteldistanz die erste WM-Einzelmedaille seiner Karriere. Dazu kamen EM-Silber und zweimal WM-Silber mit der Staffel. «Es war eine Frage der Zeit, dass ich den nächsten Schritt machen konnte», meinte Howald, der dann für Lacher im Publikum sorgte.

Moderator Bernhard Schär befragte den OL-Spezialisten nach seiner Partnerin Elena Roos, auch sie Orientierungsläuferin. «Die EM fand im Tessin statt, also war es hilfreich, sich auch privat in diese Gegend zu orientieren», sagte er scherzhaft.

Herzogenbuchsees Sportart Nummer 1 ist Handball. DieU-18-Frauen-Equipe holte unter Trainer Fabian Bilger den Schweizer-Meister-Titel.» Wichtig ist die Hingabe, mit der die Spielerinnen ihre Sportart verrichten. Als Verein und als Trainer können wir nur die Grundlagen schaffen, damit die Spielerinnen erfolgreich sein können», sagte Bilger. Zudem wurde die NLA-Spielerin Laura Bieri als Aufsteigerin des Jahres ausgezeichnet.

Sie hatte im April einen spektakulären Treffer erzielt, der zum Tor des Monats gekürt wurde. Bieri wurde anschliessend auch zum Publikumsliebling gewählt. Aber auch an einen Sportler wurde gedacht, der sein grosses Saisonziel verpasste. Der Mountainbiker Lukas Flückiger stürzte im ersten Training unmittelbar vor der Heim-WM auf der Lenzerheide und zog sich Verletzungen zu, die einen Start verunmöglichten. Er erhielt den Pechvogelpreis.

Langenthaler Tagblatt

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