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Selbst bestimmen im Alter
Das erste gemeinsame Altersleitbild von zwölf Gemeinden rund um Langenthal ist vollendet.
Zum ersten Mal wurde am Samstag in Langenthal ein Mobilitätstag durchgeführt. Das schlechte Wetter kam den Organisatoren allerdings nicht entgegen.
Die Taufe eines neuen BLS-Doppelstockzuges bildete am Samstag den Auftakt des Mobilitätstages in Langenthal. An der Feier gaben sich etliche bekannte Stadtpolitiker die Klinke in die Hand, so als Festredner Stadtpräsident Thomas Rufener (SVP) und Gemeinderat Pierre Masson (SP). Letzterer war es auch, der als Ressortverantwortlicher Versorgung und Entsorgung, Energie und Umweltschutz die ersten Worte an die Gäste richtete.
Als Mitglied der Arbeitsgruppe Mobilität freute er sich sichtlich auf die erste Durchführung des Aktionstages und hielt an der Wichtigkeit fest, das breitgefächerte Thema Mobilität für die Bevölkerung fassbarer zu machen. Ziel sei es, den Mobilitätstag als jährlich wiederkehrenden Anlass etablieren zu können.
Gelb-blau durch Bern
Thomas Rufener zeigte sich stolz, dass das neue Gefährt der BLS mit dem Namen «Stadt Langenthal» in Langenthal getauft und künftig in der Region Bern verkehren wird. Zudem liess es sich Rufener nicht nehmen, auf den Schweizer Ursprung des Zuges hinzuweisen. Der Stadtpräsident hielt fest, dass die Bahn für die Mobilität und die Arbeitsplätze der Stadt Langenthal unabdingbar sei, jedoch auch gute Strassen nötig seien.
Die Patenschaft des modernen, universellen Triebzuges (Mutz) übernimmt Peter Kämpfer, Mitglied der Geschäftsleitung bei Lantal Textiles. Das lokale Unternehmen hat den Stoff für die Sitzbezüge geliefert. Kämpfer wünschte seinem Göttikind eine allzeit gute und unfallfreie Fahrt. Gemeinsam mit Rufener und zwei Schulkindern enthüllte er schliesslich das Langenthaler Wappen.
Attraktive Angebote
Mit Beginn des ersten Mobilitätstages begann es auch gleich zu regnen. Die Organisatoren und Aktionspartner liessen sich davon aber nicht beirren und boten rund um den Bahnhof sowie im Stadtzentrum Informationen und attraktive Angebote an. So stand mitten in der Marktgasse, die für den Verkehr gesperrt worden war, ein grosser Pumptrack, ein Rundkurs, der mit Velos befahren werden kann. Die Fahrräder konnten beim Velorama-Stand ausgeliehen werden. Ohne Angst wagten sich etliche Besucherinnen und Besucher, darunter viele Kinder, auf dem herausfordernden Rundkurs.
Die Kinder- und Jugendfachstelle Region Langenthal (Tokjo) bot interessierten Jugendlichen derweil Parcours-Workshops an. Dabei mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diverse Hindernisse im Stadtzentrum turnerisch überwinden. Weitere Aktionspartner waren am ersten Mobilitätstag der Stadt mit einem Stand vertreten, so beispielsweise die Kantonspolizei Bern, die Berner Wanderwege oder der Velohauslieferdienst von Maxi.mumm.
Die Rikscha Taxi AG verkehrte mit dreien von ihren aussergewöhnlichen Elektrotaxis zwischen Stadtzentrum und Bahnhofareal, wo die SBB wiederum Einführungen am Billettautomaten anboten.
Kein Andrang
Auch zwei der drei Kandidaten für das Stadtpräsidium liessen es sich nicht nehmen, am Aktionstag nochmals kräftig die Werbetrommel zu rühren. So waren Reto Müller (SP) und Stefan Costa (FDP) mit einem Stand vertreten, und Parteimitglieder verteilten Geschenke an die Passanten.
Zumindest während des Vormittags war der Mobilitätstag allerdings nur spärlich besucht. Dies mag einerseits mit dem schlechten Wetter, andererseits mit dem gesättigten Angebot an Aktivitätsmöglichkeiten zusammenhängen.
Ob sich der Aktionstag, der die Bevölkerung für umweltfreundliche Formen der Mobilität sensibilisieren will und neue Fortbewegungsmöglichkeiten zur klassischen Verkehrsmittelwahl aufzeigt, in der Stadt tatsächlich etablieren kann, wird sich zeigen.
Berner Zeitung
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