Zum Hauptinhalt springen

Schrott und Showeinlagen

Die Kulturpreisübergabe im Kornhaus hatte eine ganz besondere Note. Mit dem Eisenplastiker Heiko Schütz und dem Tambourenverein wurden zwei äusserst unterschiedliche Preisträger ausgezeichnet.

Die Buchser Preisträger 2017: Die Mitglieder des Tambourenvereins und Eisenplastiker Heiko Schütz (vordere Reihe, Dritter von links).
Die Buchser Preisträger 2017: Die Mitglieder des Tambourenvereins und Eisenplastiker Heiko Schütz (vordere Reihe, Dritter von links).
Olaf Noerrenberg

«Die Ästethik des Schrotts, die Geschichte des Materials zieht ihn immer wieder an, Skurriles, Überraschendes zu schaffen.» So Regula Wirth von der Kulturkommission in ihrer Laudatio auf den Niederönzer Eisenplastiker Heiko Schütz.

Dem bald 63-Jährigen wurde am Freitag im Kornhaus der Kulturpreis der Gemeinde Herzogenbuchsee verliehen.Dann kam sie auf die Eisenbilderbücher des Künstlers zu sprechen.

Gebrauchtes Eisen erzähle Geschichten, und Geschichten gehörten in Bücher. «Die Texte dazu schaffen die Betrachterinnen und Betrachter im Kopf, wenn sie die Eisenbücher aufklappen», führte die Laudatorin aus.

Zur Eisenkunst, die greifbar sei, komme nun also noch das Element der Inspiration der Betrachtenden hinzu. «Kunst löst beim Betrachten bei Jung und Alt vieles aus.» Ein weiteres Thema waren die Schlaufenskulpturen des Künstlers, die gebogenen Eisenröhren, die so leicht und schwebend aussehen.

Der Busswiler Fotograf Willy Jost begleitete die Laudatio mit Bildern aus dem Schaffen des Künstlers.

Jungtambouren gefördert

«Tambouren sind auch Künstler, vor allem dann, wenn sie neben den Märschen auch ihre Show- und Rhythmusstücke zum Besten geben.» Mit diesen Worten begrüsste Gemeinderat Hans ­Rudolf Bähler die Mitglieder des Tambourenvereins Wangen an der Aare-Herzogenbuchsee. Tambourmajor Markus Diener stellte seinen Verein gleich selber vor.

Die Gründung des Tambourenvereins Wangen fällt ins Jahr 1934. Im Jahr 2000 fusionierte die Tambourengruppe der Musikgesellschaft Herzogenbuchsee mit dem Wanger Verein.

Heute zählt dieser 14 Mitglieder und ist stets bemüht, Jungtambouren nachzuziehen. «Eine neue Tambourengeneration heranzubilden, ist gar nicht so einfach», betonte Markus Diener, «denn die Lernphase ist lang.»

Doch die vom Vorstand besonders geförderte Ausbildung von Jungtambouren bilde einen wichtigen Teil der Vereinstätigkeit. Die Jugendförderung des Tambourenvereins Wangen-Herzogenbuchsee spielte für die Verleihung des Kulturpreises denn auch eine wesentliche Rolle.

Mit drei Darbietungen gaben die Mitglieder Zeugnis ihres brillanten Könnens.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch