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Quellwasser für die Brunnen

Bei der Sanierung der Bahnhofstrasse hat sich im Stadtparlament am Montag die kostspieligere ­Variante durchgesetzt.

Die Bahnhofstrasse in Langenthal wird saniert. Durchgesetzt hat sich die teurere Variante.
Die Bahnhofstrasse in Langenthal wird saniert. Durchgesetzt hat sich die teurere Variante.
Olaf Nörrenberg

Nun zeige sich der Unterschied zwischen Exekutive und Legislative, konnte sich Stadtpräsident Reto Müller (SP) den Seitenhieb nicht verkneifen.

Nur ein paar Minuten zuvor waren im Zusammenhang mit der Rechnung einmal mehr die zahlreichen Nachkredite bemängelt und ein sparsamer Umgang mit den finanziellen Mitteln gefordert worden.

Bei der Sanierung der Bahnhofstrasse wollte es die Mehrheit des Stadtrats nun aber doch nicht ganz so eng sehen. Während der Gemeinderat aus Kostengründen auf eine Verlängerung der Quellleitung Haslibrunnen zu den Brunnen beim Museum und bei der Abzweigung Talstrasse verzichten wollte, plädierte Michael Schär namens der FDP/JLL-Fraktion für ebendiese 55 000 Franken teure Verlängerung.

Es sei ökologisch unsinnig, die Brunnen weiter über die Wasserversorgung zu speisen, argumentierte Schär. Zudem sei mit dem Quellanschluss gewährleistet, dass die Brunnen auch in 80 Jahren noch Wasser hätten.

Mit 31 Ja-Stimmen fand der Antrag im Stadtrat eine breite Zustimmung. Der Gesamtkredit über gut 1,1 Millionen Franken für die Erneuerung des Fahrbahnoberbaus und die gleichzeitige Sanierung der Kanalisation zwischen Manor und Talstrasse wurde vom Parlament sodann einstimmig gutgeheissen.

Beginnen sollen die Arbeiten spätestens im September – sodass die Strasse vor dem Manor auf den Stadtlauf im November hin fertiggestellt sei, erklärte Müller.

Teure Reise

Einstimmig genehmigt wurden auch eine erneute Fristverlängerung der Bearbeitung einer Stadtarchivvorlage sowie die Rechnung mit einem Defizit von 1,6 Millionen Franken im Gesamthaushalt. Nichtsdestotrotz wurden kritische Stimmen laut.

Kritisiert wurde dabei auch der alte Gemeinderat, der sich für seine Rom-Reise zum Abschluss der Legislatur im Dezember kurzum einen Nachkredit über 22 600 Franken genehmigt hatte.

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