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Pro Integral macht weiter

Der Roggwiler Gemeinderat wisse nun, wer der Investor bei Pro Integral sei, sagt Marianne Burkhard. Die Gemeindepräsidentin bleibt deshalb zuversichtlich, dass das Pflegezentrum tatsächlich noch realisiert werde.

So soll das Zentrum für Hirnverletzte in Roggwil dereinst aussehen.
So soll das Zentrum für Hirnverletzte in Roggwil dereinst aussehen.
zvg

Der Monat Februar war ein bewegter für die Verantwortlichen von Pro Integral wie auch für die Roggwiler Behörden, wo die Organisation mit Sitz in Sursee LU dereinst ein schweizweit einzigartiges Pflegezentrum für Hirnverletzte bauen will: Erst die Konkurseröffnung über die ­Gönnervereinigung. Wenige Tage später die Ankündigung von Pro Integral, die Pleite habe abgewendet werden können. Fast zeitgleich dann die Konkurseröffnung auch über die Pflegezen­trum AG.

Und am Mittwoch nun das definitive Urteil des zuständigen Kantonsgerichts Luzern: Sowohl Gönnervereinigung wie auch Pflegezentrum AG hätten den Konkurs tatsächlich abwenden können; Schulden über insgesamt mehr als 300 000 Franken seien getilgtund die weitere ­Zahlungsfähigkeit «hinreichend glaubhaft» gemacht worden.

Stillschweigen vereinbart

Die für viele schon nicht mehr ­erwartete Wende gibt auch den Roggwiler Behörden Grund zur Zuversicht. Zwar hatten Gemeindepräsidentin Marianne Burkhard (SP) wie auch bereits ihr Vorgänger Erhard Grütter (FDP) stets den Nutzen eines Pflegezentrums für das Dorf hervor­gehoben und sich entsprechend hinter Pro Integral gestellt. Dass die Organisation bei Fragen zur Finanzierung ihres Vorhabens selbst nach Bekanntwerden ihrer Geldprobleme stets nur auf später vertröstete, kam aber auch bei den Behörden schlecht an. Sie fordere Transparenz und offene Kommunikation, erklärte Burkhard Mitte Februar. «Wir wollen wissen, wer der Investor ist und ob der Bau in absehbarer Zeit überhaupt realisierbar ist.»

Tatsächlich habe Pro Integral den Gemeinderat inzwischen über den Investor informiert, sagte die Gemeindepräsidentin am Donnerstag. Vorerst sei Stillschweigen vereinbart worden, weshalb auch sie den Namen nicht nennen könne. Es habe aber «ein langes, offenes und gutes Gespräch stattgefunden» mit Stiftungsratspräsident Michel Bätscher und Gönnervereinigungspräsident Franz Müller. Pro Integral verfolge das Projekt in Roggwil weiter.

Der Investor hat bezahlt

Bestärkt worden in seiner Zuversicht sei der Gemeinderat durch den Umstand, dass es auch der ­Investor gewesen sei, der für die Schuldenbegleichung von Pro Integral aufgekommen ist. Wann und ob das Projekt tatsächlich realisiert wird, bleibt indes weiter abzuwarten. War lange von rund 70 Millionen Baukosten die Rede, werden inzwischen auch abgespeckte Varianten diskutiert.

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