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Moderner gehts kaum

Als Gastgeber stellte das Spital Region Oberaargau am Wirtschaftsanlass seine neuen Räume vor. Diese bestechen durch Technik, Licht und Farbe. Ein Rundgang durch das Spital der Zukunft.

Im neuen Operationssaal: Uwe E. Jocham (Präsident Berner Arbeitgeber) versucht sich an einem Handmodell als Chirurg.
Im neuen Operationssaal: Uwe E. Jocham (Präsident Berner Arbeitgeber) versucht sich an einem Handmodell als Chirurg.
Thomas Peter

19.02 Uhr: Auf der Intensivstation herrscht gähnende Leere. Keine Patienten, kein Pflegepersonal, nur spärlich platzierte Schränke und Bänke. Alexander Klarer, ärztlicher Leiter, zeigt den Ort, den die meisten Menschen wohl am wenigsten gerne sehen. Aber er sagt: «Als Arzt macht es Spass, hier zu arbeiten.» Spass im Sinne von täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert zu sein.

Noch ist diese Intensivstation im Spital Region Oberaargau (SRO) in Langenthal nicht in Betrieb. Am 22. Januar wird die Abteilung als letzte vom alten in den neuen Trakt ziehen. Dieser, obschon kaum sichtbar, ist ein Holzbau der Firma Hector Egger AG. Lichtdurchflutet und offen. Zehn Betten hat es hier, vier mehr als zuvor. Man erwarte künftig mehr Patienten, sagt Klarer.

Hohe Summe investiert

Das SRO rüstet sich für die kommenden Jahrzehnte, in denen bei praktisch allen Prognosen der Pflegeanteil der Bevölkerung zunehmen wird. Während laut Werner Meyer, Verwaltungsratspräsident der SRO, in 40 Jahren kaum Umbauten stattfanden, waren es zwischen 2011 und heute gleich einige: Neue Radiologie, neuer OP-Trakt, Empfang, erweitertes Bettenhaus Süd und der bevorstehende Parkhausbau sind nur einige der Bauprojekte. Bis zum Jahr 2020 sollen gesamthaft 202,8 Millionen Franken in die SRO AG investiert sein.

Dass der Herbstanlass (siehe Kasten) vom Wirtschaftsverband Oberaargau (WVO) gerade zu dieser Zeit im Spital stattfindet, sei purer Zufall, sagt WVO-Präsidentin Béatrice Lüthi.

Beide Seiten wollten daher die Gelegenheit nutzen, einen Rundgang durch die neuen Räume anzubieten. Geführt durch das Ärzte- und Pflegepersonal ziehen die fast 170 Teilnehmer in Gruppen durch das Gebäudelabyrinth, um die Abteilungen zu besuchen.

6600 Herzen

Fast in einem Raumschiff wähnt man sich im Operationssaal, der bereits in Betrieb ist. Leiterin Nicole Ruf hebt hier besonders eine Neuerung hervor: farbiges und dimmbares Licht. Je nachdem, wer oder was operiert wird, lässt sich dieses den Bedürfnissen entsprechend anpassen.

Nebenan bei der Herz-Magnetresonanztomografie führt der zuständige Chefarzt in rasendem Tempo live durch eine Demonstration. An zwei Geräten werden hier pro Jahr circa 6600 Herzen untersucht. Die Ausrüstung: auf dem neusten Stand der Technik.

Ebenso sind dies die Ersatzteile in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Auf erschreckenden Bildern zeigen die Ärzte, wie sie Gesichter, Hände, Brüste und Bauchnabel nach einem Unfall oder einer Krankheit wieder zusammenflicken können.

Doch besonders ins Auge sticht die neue Frauenklinik. Deren Untersuchungs- und Gebärzimmer lassen für werdende Mütter keine Wünsche offen: Es hat viel Platz, farbiges Licht und sogar Badewannen.

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