Zum Hauptinhalt springen

Langenthal kassierte drei Jahren lang zu hohe Kehrichtgebühren

In Langenthal bezahlten die Einwohner von 2015 bis 2018 zu hohe Grundgebühren für die Abfallentsorgung. Eine vom Gemeinderat beschlossene Senkung wurde auf den Rechnungen nicht umgesetzt.

Zu viel für die Ghüderentsorgung bezahlt: Nun wird die Grundgebührauf für Haushalte auf 10 Franken und für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe auf 30 Franken gesenkt.
Zu viel für die Ghüderentsorgung bezahlt: Nun wird die Grundgebührauf für Haushalte auf 10 Franken und für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe auf 30 Franken gesenkt.

Die Stadt Langenthal kassierte von 2015-2018 zu hohe Grundgebühren für die Abfallentsorgung. Grund für die Panne: Eine vom Gemeinderat 2014 beschlossene Senkung wurde bei der Rechungsstellung nicht umgesetzt. Nun sinken die Grundgebühren ab 2019 gleich um das Doppelte.

Eigentlich hatte der Gemeinderat bereits 2014 eine Senkung der Grundgebühren für die Kehrichtbeseitigung beschlossen. Demnach sollten Haushalte ab 2015 noch 20 statt 30 Franken pro Jahr bezahlen, Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe noch 36 statt 54 Franken.

Doch stellte sich Ende 2018 heraus, dass diese Senkung im Jahr 2014 zwar vorschriftsgemäss öffentlich publiziert worden war, bei der Rechnungsstellung in den letzten vier Jahren aber nicht berücksichtigt wurde. Dies gab die Stadt Langenthal am Donnerstag bekannt.

Die zu hohen Gebühren seien jedoch nicht in die Stadtkasse geflossen, sondern der Spezialfinanzierung Kehrichtbeseitigung gutgeschrieben worden, heisst es in der Mitteilung. So flossen zusätzlich 400'000 Franken in die Spezialfinanzierung.

Aufgrund der «noch besseren finanziellen Lage» senkt der Gemeinderat nun die Gebühren ab 1. Januar 2019 gar auf 10 Franken für Haushalte und 30 Franken für Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Dies entspricht den Mindestgebühren gemäss dem geltenden Abfallreglement.

Gemeinde sagt «Entschuldigung»

Die Behörden «entschuldigen sich bei der Bevölkerung für die fehlerhafte Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses aus dem Jahre 2014.» Es seien Massnahmen getroffen worden, um solches künftig zu vermeiden.

So soll es einen institutionalisierten Informationsaustausch geben zwischen der Stadtverwaltung und dem Energieversorger IB Langenthal AG, der die Rechnungen ausstellt.

Bereits 2017 war es in Langenthal zu einer ähnlichen Kommunikationspanne gekommen. Im ersten Quartal 2017 waren zu hohe Abwasserrechnungen ausgestellt wurden, weil IB Langenthal noch nichts von einer vom Gemeinderat beschlossenen Gebührensenkung erfahren hatte. Die betroffenen Kunden erhielten in der Folge eine Rückerstattung.

SDA/tag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch