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Lärmschutz, wo möglich

Im Jahr 2034 ­werden die Immissionsgrenzwerte entlang der Kantonsstrassen bei 26 Gebäuden überschritten sein. Handlungsspielraum sieht der Kanton nur bei den wenigsten.

Die Idylle trügt: 2034 werden in Roggwil bei zahlreichen Gebäuden entlang der Kantonsstrassen die Lärmimmissionen die erlaubte Grenze überschritten haben.
Die Idylle trügt: 2034 werden in Roggwil bei zahlreichen Gebäuden entlang der Kantonsstrassen die Lärmimmissionen die erlaubte Grenze überschritten haben.
Thomas Peter

138 Gebäude entlang der Moosstrasse, der Langenthalstrasse sowie der Bahnhof- und der St.-Urban-Strasse in Roggwil hat der Kanton 2014 unter die Lupe genommen – und die ermittelten Lärmpegel angesichts der zu erwartenden Verkehrsentwicklung auf das Jahr 2034 hochgerechnet. Fazit: In 26 Liegenschaften werden die Immissionsgrenzwerte in 20 Jahren überschritten sein.

Als Eigentümer der Strassen ist der Kanton laut der Lärmschutzverordnung des Bundes verpflichtet, den Lärm nicht nur zu ermitteln, sondern, wo nötig, die Verkehrswege auch lärmmässig zu sanieren.

Massnahmen gegen die Immissionen

Das Sanierungsprojekt, das derzeit in der Roggwiler Gemeindeverwaltung zur Einsicht aufliegt, beinhaltet denn auch konkrete Massnahmen gegen die erwarteten Immissionen – allerdings längst nicht überall, wo stärkerer Lärm zu erwarten ist.

Massnahmen an der Strasse selber seien entweder nicht möglich oder bereits ausgeschöpft, verweist der Bericht des Kantons auf schon erfolgte Geschwindigkeitsreduktionen oder Belags­erneuerungen.

Dem Bau von Lärmschutzwänden wiederum stünden häufig «unverhältnismässig hohe Kosten, zu wenig Platz oder andere öffentliche Interessen» entgegen.

Bei nicht weniger als 24 der ­betroffenen Liegenschaften beantragt das Tiefbauamt deshalb sogenannte Sanierungserleichterungen.

Kosten von 415 000 Franken

Nur vor den Liegenschaften Rosenweg 6 und 10 soll entlang der Langenthalstrasse eine 63 Meter lange Lärmschutzwand errichtet werden. Bei insgesamt sechs Liegenschaften soll der Einbau von Schallschutzfenstern, Lüftern und Rollläden die Lärmeinwirkung verringern.

Die Kosten für die Massnahmen belaufen sich einer Schätzung zufolge auf insgesamt 415 000 Franken. Sie werden nach Abzug eines Bundesbeitrags von rund 20 Prozent vollumfänglich vom Kanton getragen.

Die Liegenschaftsbesitzer werden gemäss Auflageakten im August schriftlich über das Sanierungsprojekt informiert. Während dessen Auflage bis zum 26. August besteht noch keine Einsprachemöglichkeit.

khl

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