Jodler-Erfahrung hilft bei Gabalier-Ansturm

Huttwil

Für das Konzert von Alpenrocker Andreas Gabalier rechnen die Organisatoren mit bis zu 13'000 Besuchern. Im Städtchen sollte man davon nicht viel bemerken.

Lieferte das Verkehrskonzept für den Auftritt von Andreas Gabalier: das kantonale Jodlerfest 2007 in Huttwil.

Lieferte das Verkehrskonzept für den Auftritt von Andreas Gabalier: das kantonale Jodlerfest 2007 in Huttwil.

(Bild: Thomas Peter)

Jürg Rettenmund

Huttwiler kennen Andreas Gabalier – wenigstens die, die vor fünf Jahren die Sendung «Donnschtig-Jass» verfolgten. Dort trat der Alpenrocker in Seelisberg auf, wo Huttwil und Langenthal um den nächsten Austragungsort jassten. Ein heftiges Gewitter liess nicht nur die Begleiter der Jasser nass werden. Es unterbrach zusätzlich die Fernsehübertragung. Deshalb wurde der Auftritt in der Woche darauf auf dem Huttwiler Brunnenplatz nochmals auf Leinwand geboten.

Nun kommt Andreas Gabalier leibhaftig nach Huttwil – und zwar für das einzige Konzert in der Schweiz in diesem Jahr. Entsprechend wollen ihn nicht nur Huttwiler sehen und hören. Von 15'000 bis 20'000 Besuchern für das Open-Air-Konzert im Campus Perspektiven gingen die Organisatoren von der Oltner Stargarage AG ursprünglich aus. Nun erwarten sie aufgrund der Vorverkaufszahlen 12'000 bis 13'000, wie der technische Leiter des Anlasses, Linus Thalmann, erklärt.

In Huttwil sollte man von diesem Andrang nicht allzu viel merken, verspricht Linus Thalmann. Er kann dabei auf eine Planung zurückgreifen, die den Praxistest bereits bestanden hat: 2007, beim Bernisch-Kantonalen Jodlerfest, seien bereits einmal 20'000 Besucher nach Huttwil gekommen. Das damalige Verkehrskonzept komme nun wieder zur Anwendung.

Mit dem Shuttlebus aufs Gelände

Konkret heisst das, dass die Besucher bereits am Ortseingang von einem Verkehrsdienst abgefangen und auf Parkplätze gewiesen werden. Von Sumiswald her sind das die Parklätze des Campus und des Schulhauses Schwarzenbach. Dort wird man also am meisten vom Grossanlass spüren. Wer aus Richtung Langenthal oder Willisau anreist, wird dagegen vom Verkehrsdienst abgefangen und mit Shuttlebussen zum Konzert transportiert. Ebenfalls mit Shuttlebussen bedient wird der Bahnhof. Erfahrungsgemäss würden 10 bis 15 Prozent der Konzertbesucher mit dem öffentlichen Verkehr anreisen, weiss Linus Thalmann.

Andreas Gabalier am Snowpenair 2017 auf der Kleinen Scheidegg. Bild: Bruno Petroni

Zwischen Huttwil und Rohrbach sowie im Huttwilwald wird gemäss Publikation im Anzeiger Tempo 60 gelten. Bei schlechtem Wetter, wenn nicht auf Feldern parkiert werden kann, sind zudem die Parkplätze im Oberdorf und beim Schulhaus Städtli, bei der Zivilschutzanlage im Dornacker, beim Friedhof sowie an der Industriestrasse als Alternativen eingeplant. Diese Auflage habe die Gemeinde den Veranstaltern gemacht, erklärt der zuständige Gemeinderat Alexander Grädel.

«Im eigenen Interesse»

«Es ist für mich eine Beruhigung, zu wissen, dass dieses Konzept bereits mit 20'000 Besuchern funktioniert hat», sagt Linus Thalmann. Es sei natürlich auch im ureigenen Interesse der Organisatoren, dass der Verkehr im Städtli normal rolle. «Sonst bleiben auch unsere Shuttles im Stau stecken.»

Der unter den Erwartungen gebliebene Vorverkauf hat einen weiteren Vorteil, auf den Linus Thalmann nicht hinzuweisen vergisst: «Auch für Kurzentschlossene hat es noch Tickets.»

Konzert: Mittwoch, 14. August, 19 Uhr, Campus Perspektiven.

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