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Ihre Ideen fliessen durch die Hand

Daniela Menth hat ihren Erstlingsroman «Blue Hell» veröffentlicht. All ihre Einfälle zuerst handschriftlich zu Papier zu bringen, ist für die Jungautorin ein wichtiger Prozess.

Daniela Menth freut sich sichtlich über ihr Debüt. Stolz ist sie auch auf das Cover, auf dem ihr Ehemann am Strand von Elk zu sehen ist.
Daniela Menth freut sich sichtlich über ihr Debüt. Stolz ist sie auch auf das Cover, auf dem ihr Ehemann am Strand von Elk zu sehen ist.
Thomas Peter

Bereits im zarten Alter von 10 Jahren hat Daniela Menth mit dem Schreiben begonnen. «Wir hatten zu Hause keinen Fernseher, und ich suchte etwas, um meiner Fantasie freien Lauf zu lassen», sagt die gebürtige Winterthurerin.

Als Kind habe sie vor allem ihre Gedanken und Gefühle zu Papier gebracht. Es seien sehr intime Schriften gewesen, die sie niemandem gezeigt habe, nicht einmal ihren Eltern.

Erst später, als junge Erwachsene, sei sie auf das Genre der Kriminalromane gestossen. «Ich glaube, damit habe ich eine gute Richtung für mich gefunden», sagt die Autorin.Aussergewöhnlich ist, dass Daniela Menth all ihre Werke zunächst handschriftlich zu Papier bringt.

Als Rahmen setzt sie sich jeweils einen A4-Ringblock. «Ich habe zu Hause einen grossen Stapel all meiner bisherigen Werke», sagt die 33-Jährige. Zu Hause, das ist für die Konditorin seit zehn Jahren Niederbipp.

Für Öffentlichkeit bestimmt

Beim Krimi «Blue Hell», der im vergangenen August erschienen ist, handelt es sich um das Debüt der Jungautorin. Doch wieso wollte sie gerade diesen Roman aus ihrem Stapel von Ringblöcken veröffentlichen?

«Bereits während des Schreibens hatte ich das Gefühl, dass diesmal etwas anders ist. Ich dachte, diese Zeilen sind für die Öffentlichkeit bestimmt», erinnert sich Daniela Menth an die Anfänge des Kriminalromans mit dem übersetzten Titel «Blaue Hölle». Ausserdem habe ein Ringblock diesmal nicht gereicht, fügt sie, die nach wie vor als Konditorin tätig ist, an.

Hinter der Geschichte steckt jahrelange Arbeit. Das Schreiben habe rund ein Jahr in Anspruch genommen und die Verlagssuche sogar deren zwei. «Es war wirklich schwierig, einen Verleger zu finden. Denn die renommierten Herausgeber veröffentlichen nur selten Erstlingsromane», bedauert die Debütantin.

Sie wurde schliesslich in Deutschland mit dem Verlag Tredition fündig. Dieser übernahm lediglich das Anfangsmarketing, nun ist sie selbst für den Vertrieb und die Werbung verantwortlich. «Der Aufwand hat sich gelohnt, und die Arbeit macht mir Spass», hält die Niederbipperin fest.

Menth freut es, dass sie bisher viele positive Rückmeldungen erhalten hat. «Einige meinten, sie konnten das Buch nicht mehr weglegen, und andere, ich solle sofort wieder eins schreiben», sagt die Autorin lachend.

Realitätsbezug ist bedeutend

Die Geschichte in «Blue Hell» spielt – wie alle Werke von Daniela Menth – in realen Orten in den Vereinigten Staaten von Amerika. Von klein auf sei sie von der riesigen Nation fasziniert, schwärmt sie. Ein Buch zu schreiben, dessen Geschichte im Oberaargau spielt, könne sie sich nicht vorstellen, da das Meer in ihren Werken jeweils eine wichtige Rolle einnehme.

Im vergangenen April besuchte sie zum ersten Mal gemeinsam mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern die Orte in Kalifornien, wo ihr Roman spielt. «Es war wie ein Nachhausekommen», beschreibt sie ihre damalige Gefühlslage. Denn während des Schreibprozesses hat die Jungautorin akribische Recherchearbeit geleistet und sich genau über die Ortschaften informiert.

«Der Realitätsbezug meiner Geschichten ist mir sehr wichtig. Ich könnte nicht einfach etwas aus dem Blauen heraus erfinden», betont Menth. So informiert sie sich jeweils genau über die Themen, über die sie schreibt. Pläne für eine weitere Publikation hat sie noch nicht. Fest steht aber, dass Daniela Menth ihrer Leidenschaft weiterhin treu bleibt.

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