Hunde vergiftet – Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Die Polizei hat in Rohrbach Fleischstücke sichergestellt, die mit Gift und Rasierklingen versetzt worden waren. Drei Hunde waren am Wochenende daran gestorben. Auch in Büren wurden Köder gefunden.

Am Wochenende sind drei Hunde gestorben, nachdem sie präparierte Köder mit Rasierklingen, Stecknadeln und Gift gefressen hatten.

Am Wochenende sind drei Hunde gestorben, nachdem sie präparierte Köder mit Rasierklingen, Stecknadeln und Gift gefressen hatten.

(Bild: Facebook/Tierklinik Sonnenhof)

Gestützt auf Berichte vom Wochenende zu präparierten Tierködern haben Spezialisten der Fachstelle Tierdelikte der Kantonspolizei Bern am Montag Abklärungen aufgenommen.

Dabei konnten in einem Garten in Rohrbach verdächtige Substanzen sichergestellt werden. Es dürfte sich um die Reste von Fleischstücken handeln, welche mit giftigen Stoffen und gefährlichen Gegenständen versetzt worden waren.

Drei Hunde verstorben

Die Polizei geht davon aus, dass eine unbekannte Täterschaft die präparierten Fleischstücke am Freitag zwischen 7 und 21.30 Uhr im Garten der Liegenschaft an der Hauptstrasse 36 in Rohrbach ausgelegt hat. Drei Hunde waren nach dem Verzehr der Fleischstücke am Freitag in eine Tierklinik gebracht worden, wo sie trotz umgehender tiermedizinischer Versorgung am Samstag verstarben.

Im Zuge der laufenden Ermittlungen wegen Tierquälerei sucht die Kantonspolizei Bern Zeugen. Insbesondere Personen, die während des genannten Tatzeitraums im Bereich der Hauptstrasse, des Sägelochwegs oder des Bleichewegs in Rohrbach verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich zu melden. Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 031 634 41 11 entgegengenommen.

Weitere Köder in Büren

Auch in Büren an der Aare wurden mit Gift und Nägeln präparierte Fleischstücke gefunden. Die Gemeinde warnt auf ihrer Homepage: «Bitte achten Sie beim Spazierengehen ganz besonders auf Ihren Hund und auf herumliegende Gegenstände». Es wurden sogar entsprechende Warnschilder aufgestellt.

Gegenüber «Canal 3» verurteilt der Bürener Gemeindeschreiber Yves Marti die Tat: «Das ist feige und hinterhältig», so Marti.

Wer einen Köder findet, solle ihn nicht berühren und sich umgehend bei der Polizei melden.

flo/pkb

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