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Grosse Investition für ein wertvolles Gut

Über Kredite von fast 4 Millionen Franken entscheidet die Gemeindeversammlung Roggwil am 20. Juni. 1,72 Millionen Franken sieht allein ein Konzept zum Schutz des Grundwassers vor.

Die Gemeindeversammlung Roggwil entscheidet am 20. Juni über Kredite von fast 4 Millionen Franken.
Die Gemeindeversammlung Roggwil entscheidet am 20. Juni über Kredite von fast 4 Millionen Franken.
Keystone

Mit seinem laufend kontrollierten und sanierten öffentlichen Abwasserleitungsnetz habe die Gemeinde ihre Hausaufgaben gemacht, erklärte Bauingenieur Adrian Nyffeler von der Langenthaler Scheidegger AG den knapp dreissig Roggwilerinnen und Roggwilern, die sich am Montagabend im Hinblick auf der ­Gemeindeversammlung zum Orientierungsanlass eingefunden haben.

Anders als beim rund dreissig Kilometer langen öf­fentlichen Abwasserleitungsnetz kaum bekannt seien jedoch Positionen und Zustände der insgesamt mindestens so langen privaten Abwasserleitungen. Weil private und öffentliche Leitungen letztlich eine Einheit bildeten, sei es der Gemeinde ein Anliegen, einen Überblick über das gesamte Leitungsnetz zu erhalten.

Grundwasser im Abwasser

Tatsächlich wies Roggwil zuletzt stets einen relativ hohen Fremdwasseranteil auf – auch deshalb, weil durch lecke Abwasserleitungen reichlich Grundwasser in die Kanalisation eindringt. An einzelnen Stellen, etwa am Brühlweg, ist der Handlungsbedarf längst bekannt. Eine koordinierte Überprüfung des gesamten Leitungsnetzes soll nun zutage bringen, wo ebenfalls gehandelt werden müsste. Um der unnötigen Trinkwasserverschwendung ebenso entgegenzuwirken wie der Gefahr einer Verschmutzung des Grundwassers.

Auch die Abwasserstrategie 2025 des Bundes zielt darauf ab, dass private Abwasserleitungen überprüft und nötigenfalls saniert werden. Der Vorteil eines gesamtheitlichen Konzepts für eine Gemeinde liegt dabei nicht nur in den niedrigeren Kosten, sondern auch in der Gleichbehandlung aller Hauseigentümer.

Gleichzeitig darf die Gemeinde bei einem flächendeckenden Konzept mit Beiträgen aus dem kantonalen Abwasserfonds in Höhe von 500 Franken pro Liegenschaft rechnen. Verschiedene Gemeinden haben ein entsprechendes Konzept denn auch bereits in Angriff genommen. Das der Roggwiler sieht nun vor, dass die Gemeinde für sämtliche Vorbereitungs-, Bestandesaufnahme- und Kontrollkosten aufkommt. Nur die Sanierung einer lecken oder beschädigten Leitung soll dem Hauseigentümer verrechnet werden.

Über 15 Jahre hinweg

Insgesamt rechnet die Gemeinde so mit Investitionskosten von 1,72 Millionen Franken für das Projekt. Nach Abzug der erwar­teten Kantonsbeiträge bleiben noch Nettokosten von 1,03 Millionen. Sie werden die gebührenfinanzierte Spezialfinanzierung Abwasserentsorgung über die geplante 15-jährige Projektdauer ab 2016 mit durchschnittlich 70'000 Franken im Jahr belasten.

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