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Ein «Wärchstübli» im ­ehemaligen Postbüro

Die Landfrauen haben sich ein Lokal zum Nähen, Basteln und gemütlichen Beisammensein eingerichtet. Es sei ein Treffpunkt für Jung und Alt, sagt die Präsidentin.

Annemarie Gerber wurde vom Puzzlefieber gepackt. Ramona Hirschi, die Präsidentin der Landfrauen, unterstützt sie.
Annemarie Gerber wurde vom Puzzlefieber gepackt. Ramona Hirschi, die Präsidentin der Landfrauen, unterstützt sie.
Marcel Bieri

Annemarie Gerber steht am Korpus der ehemaligen Poststelle und sucht konzentriert nach einem passenden Puzzleteil. Die 85-jährige Ursenbacherin ist oft im «Wärchstübli» anzutreffen. «Fast täglich», wie die Rentnerin sagt.

Sie wurde vom Puzzlefieber gepackt – auch in ihrem hohen Alter wagt sich Gerber noch an ein Zusammensetzspiel mit 2000 Teilen. Ruhig und durchdacht arbeitet sie sich Stück für Stück zum Ziel. Hie und da erhält sie Unterstützung von Gleichgesinnten.

Weiter hinten sitzen drei fleissige Damen und nähen farbige Stoffhühner. Darunter die Präsidentin der Landfrauen Ursenbach und Oeschenbach, Ramona Hirschi. Sie war es, die mit ihren Kolleginnen das «Wärchstübli» ins Leben gerufen hat. Auch Männer wären herzlich willkommen.

Angefangen hat alles am Ursenbacher Badifest im Sommer 2016. Damals suchten die Landfrauen nach einem geeigneten Lokal in der Gemeinde. Keine leichte Aufgabe – denn in Ursenbach gibt es viele aktive Vereine und nur eine begrenzte Anzahl an Raummöglichkeiten. Zumal die Landfrauen gegen 90 Mitglieder zählen. Die Wahl fiel dann schnell auf das leer stehende Postgebäude.

«Kurzerhand wurden ­Nägel mit Köpfen gemacht», wie die Vorstandsmitglieder Elisabeth Lehmann und Maya Fuhri­mann erklären. Die Gemeinde wollte das Lokal gerne vermieten – gegen eine kleine Gabe an die Stromkosten konnten nun die Landfrauen das Postgebäude übernehmen.

Treffpunkt für Jung und Alt

Ramona Hirschi ist seit gut einem Jahr Präsidentin der Landfrauen. Sie ist stolz, ein eigenes Lokal gefunden zu haben. «Eine Art Treffpunkt für Jung und Alt ist entstanden.» Bereits konnten diverse Kurse für die Landfrauen und die Bevölkerung abgehalten werden. Die Poststelle im Dorf stellte ihren Betrieb vor genau drei Jahren ein.

Einzig der Korpus erinnert noch an die alten Zeiten. Daneben finden Tische, Stühle, eine Spielecke, eine Nähmaschine und sogar eine ­Bügelstation Platz im Lokal. Sie können unentgeltlich genutzt werden – von Montag bis Freitag täglich und auf Anfrage auch ausserhalb der Öffnungszeiten.

Die Landfrauen wollen mit dem «Wärchstübli» nicht nur einen Raum schaffen, an dem gemeinsames Werken, Basteln und Handarbeiten möglich ist. Mit dem zentral gelegenen Raum erhoffen sie sich auch neue Mitglieder. Die ersten Rückmeldungen sind jedenfalls durchaus positiv.

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