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Die Tage der ARA scheinen gezählt

Der ARA in Dürrenroth droht das Aus. Nun wurde ein Kredit für ein Vorprojekt gutgeheissen, um die Verbandsgemeinden an die Abwasserregion Langenthal anzuschliessen.

Was mit der ­Abwasser­reinigungsan­lage passiert, ist noch völlig ­unklar.
Was mit der ­Abwasser­reinigungsan­lage passiert, ist noch völlig ­unklar.
Thomas Peter

Jetzt sind die Weichen gestellt. Einstimmig genehmigten die Abgeordneten des Gemeindeverbandes ARA Region Affoltern-Dürrenroth-Walterswil ei­nen Kredit von 115 000 Franken. Mit dem Geld kann nun ein ­Vorprojekt ausgearbeitet werden, wie der Anschluss an die ­Abwasserregion Langenthal, an die ARA Zala AG, aussehen wird.

Der Präsident des ARA-Gemeindeverbandes, Reto Rettenmund, und Vizepräsident Beat Flückiger zeigten sich nach der Abgeordnetenversammlung in Affoltern zufrieden. «Wir sind erleichtert.» Ein vierjähriges Projekt nehme nun Formen an, sagten sie unisono.

Finanzierung aus eigener Kraft

Mit dem Ja zum Vorprojektkredit haben sich die Abgeordneten zugleich für den Anschluss an die Zala ausgesprochen. Somit sind die Tage der ARA Dürrenroth voraussichtlich gezählt, denn bis anhin reinigen die Gemeinden Affoltern, Walterswil und Dürrenroth dort ihr Abwasser.

Der Anschluss an die Zala kostet 3,65 Millionen Franken und beinhaltet die Sanierung und Neulegungen von Leitungen (wir berichteten). Abzüglich der Subventionen von Bund und Kanton muss der ARA-Verband mit Kosten von etwa 2,65 Millionen Franken rechnen.

Die Finanzierung könne aus eigener Kraft mit bisherigen Rückstellungen der ARA Dürrenroth gestemmt werden, erklärte Flückiger und fügte hinzu, dass eine Sanierung der ARA Dürrenroth 750'000 Franken gekostet hätte. «Eine Weiterführung der Anlage hätte sich wirtschaftlich jedoch auf die Dauer nicht gerechnet.» Dies habe auch das Amt für Abfall und Wasser so bestätigt, erläuterte Flückiger.

Das Volk stimmt ab

Im nächsten Jahr wird an der ­Abgeordnetenversammlung des ARA-Verbandes über den Investitionskredit von 3,65 Millionen Franken abgestimmt. An den Gemeindeversammlungen von Affoltern, Dürrenroth und Walterswil zudem auch über die Anschlussverträge. Bei einem viermaligen Ja wird das Baugesuch eingereicht. Die erhoffte Inbetriebnahme ist im Frühling 2021.

Beat Flückiger rechnet bis 2023 mit der Auflösung des ARA-Verbandes. Zu diesem Zeitpunkt wird auch Klärwärter Markus Flükiger in Pension gehen. Was mit dem Grundstück der ARA Dürrenroth und mit der Tier­kadaverstelle auf dem Areal passiert, sei derzeit noch offen, sagte Reto Rettenmund.

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