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«Die Hornusser kannst du rufen, und sie kommen»

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Nachdem die Hornussergesellschaft Auswil-Wyssbach das Wanderhorn Rohrbach und Umgebung organisiert hat, feiert sie dieses Wochenende ihre neue Vereinsfahne.

Sie hat bald ausgedient: Ein letztes Mal schwingen OK-Präsident Bruno Zulliger und Vereinspräsident Peter Ryser die 45-jährige Fahne.
Sie hat bald ausgedient: Ein letztes Mal schwingen OK-Präsident Bruno Zulliger und Vereinspräsident Peter Ryser die 45-jährige Fahne.
Thomas Peter

Nach 45 Jahren hat sie morgen Freitag ausgedient. Die erste Vereinsfahne der Hornussergesellschaft Auswil-Wyssbach stand bei vielen Verbandsfesten, Vereinsdelegationen, Hochzeiten und Beerdigungen im Einsatz. Mittlerweile sei sie überall ein bisschen «zämegschnurpfet», sagt Vereinspräsident Peter Ryser. Und auch die Grösse ent­spreche nicht mehr dem, was heute üblich ist: «Wir haben immer weitaus die kleinste Fahne.»

So sprach der Verein schon länger davon, sich eine neue Fahne anzuschaffen, verlegte das Vorhaben aber schliesslich auf dieses Jahr. Der Grund: Die Hornussergesellschaft organisiert heuer das Wanderhorn Rohrbach und Umgebung. Das Freundschaftshornussen zwischen acht regionalen Hornussergesellschaften wird jährlich im Turnus von einem anderen Verein organisiert. Am vergangenen Wochenende nun von den Hornussern Auswil-Wyssbach. «Ein solcher Anlass ist immer mit viel Aufwand verbunden», sagt Peter Ryser.

Auf hohem Niveau

So hätten sie das Wanderhorn gleich zum Anlass für eine neue Fahne genommen. Morgen Freitag wird das Ereignis in der Turnhalle Rohrbach mit einem offiziellen Festakt gefeiert. Am Samstag und am Sonntag steht dann ein weiteres Freundschaftshornussen mit eingeladenen Hornussergesellschaften auf dem Programm. Vierhundert Spieler aus zwanzig Gesellschaften sind für beide Tage angemeldet. «Wir versprechen uns Sport auf hohem Niveau», sagt Bruno Zulliger, OK-Präsident der Fahnenweihe. Dies einerseits, weil mit Höchstetten der amtierende Schweizer Meister in der ersten Stärkeklasse dabei ist. Andererseits sind einige der aktuell besten Schläger der Nationalliga A und B anwesend.

Warum finden die Festivitäten in Rohrbach statt, wo doch der Verein eigentlich in Wyssbach (Gemeinde Madiswil) beheimatet ist? «Bei unserem Hüttli hätten wir nicht genug Land dafür», sagt Bruno Zulliger. Für das Festgelände benötigen die Organisatoren eine Fläche von fünf Hek­taren Land. Es sei zunehmend schwierig, Landwirte zu finden, die ihren Boden zur Verfügung stellen würden, so Peter Ryser. Diesbezüglich sei es von Vorteil, als Verein zu zwei Gemeinden zu gehören, meint Zulliger weiter. «So müssen wir nicht jedes Mal bei den Gleichen anklopfen.»

Der Verein wurde 1936 als Hornussergesellschaft Wyssbach gegründet. Damals noch ohne dauerhaften Spielplatz flogen die Nousse meist nach spontanem Vorschlag eines Mitglieds und nicht wie heute nach Trainingsplan. Da nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr Männer aus dem benachbarten Auswil dazustiessen, wurde zeitweise in Auswil auf dem Boden zweier Landwirte gespielt.

Der Name Hornussergesellschaft Auswil-Wyssbach wurde schliesslich in den 1970er-Jahren aktuell. 1987 bezogen die Hornusser in der Splitterweid in Wyssbach eine eigene Hütte. Nachdem diese 2003 aus unerklärlichen Gründen bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, errichteten sie in über zweitausend Stunden Fronarbeit auf dem Neuacher-Hubel ihre heutige Hütte.

Dreissig aktive Mitglieder

Dreissig aktive Mitglieder zählt die Hornussergesellschaft im Moment. Wenn es ums Organisieren von Festen geht, so können sie immer auf die tatkräftige Unterstützung der zahlreichen Passivmitglieder zählen. «Die Hornusser kannst du rufen, und sie kommen», meint Bruno Zulliger, der selbst auch nicht mehr aktiv im Spielbetrieb mitwirkt. So mache es Freude, etwas an­zureissen, ergänzt Peter Ryser.

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