Die Arbeit geht weiter

Obersteckholz hat einen neuen Beschluss zum Zusammenschluss mit Langenthal gefasst: Das Ja zur Gemeindehochzeit kam einstimmig und ohne Diskussionen. 2,7 Millionen Franken kostet das neue Leitungsnetz.

Im Gespräch: Fusionsprojektleiterin Janine Jauner mit den Gemeinderäten (v. l.) Marco Burkhalter (Obersteckholz), Helena Morgenthaler,  Matthias Wüthrich (beide Langenthal) sowie dem Obersteckholzer Gemeindepräsidenten Heinrich Jörg.

Im Gespräch: Fusionsprojektleiterin Janine Jauner mit den Gemeinderäten (v. l.) Marco Burkhalter (Obersteckholz), Helena Morgenthaler, Matthias Wüthrich (beide Langenthal) sowie dem Obersteckholzer Gemeindepräsidenten Heinrich Jörg. Bild: Thomas Peter

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«Gibt es Fragen oder Wortmeldungen?» Heinrich Jörg schaut in die Runde, Sekunden ver­streichen. Niemand hebt die Hand, keiner steht auf und holt Luft. Also leitet der Obersteckholzer Gemeindepräsident zur Abstimmung über; sein Erstaunen kann und will er gar nicht verhehlen. Einen Augenblick später steht fest: Die anwesenden 52 Stimmberechtigten (von insgesamt 329) stehen geschlossen hinter dem Grundsatz einer Fusion mit Langenthal.

Zum Vergleich: Vor zwei Jahren hatte diese Frage stärker polarisiert, aber die Antwort der Mehrheit war dieselbe gewesen. In der Zwischenzeit waren die Verhandlungen mit der Wasserversorgungsgenossenschaft Obersteckholz gescheitert, das Projekt auf Eis gelegt und dann doch wieder aufgenommen worden.

Daher mussten die Obersteckholzerinnen und Obersteckholzer auf ihren früheren Entscheid zurückkommen und sich am Dienstagabend nochmals zu einer Fusion be­kennen. Der Langenthaler Stadtrat hatte seinerseits Ende März in den Grundsatz eingewilligt, ­allerdings nicht ohne stattliche Diskussion.

Dass die Fusion nicht gratis zu haben ist, liegt auf der Hand. Sie bedingt nun nämlich ein neues Leitungsnetz in Obersteckholz. Noch nicht klar sei, so Jörg, ob Obersteckholz plane und um­setze oder ob das Langenthal ­machen werde. Ganz sicher werde das Projekt nicht bereits nächstes Jahr umgesetzt. Die Fusion ist frühestens auf Anfang 2020 möglich.

19 bleiben Genossenschafter

Das Vorprojekt geht von Kosten in Höhe von 2,7 Millionen Franken aus, erklärte Jörg vor der Versammlung. Angedacht ist, dass die Einwohnergemeinde die Versorgungspflicht übernimmt.

Das Wasser soll vom Reservoir Rappenkopf (Wasserversorgung untere Langete) zum Reservoir Felli (Wasserversorgung Melchnau) und über das Gebiet Habcherig-Melchnaustrasse zum Schulhaus Kleben fliessen. Hier wäre der Anschluss an die Wasserversorgung Rottal vorgesehen.

19 Liegenschaften werden auch künftig von der Wasserversorgungsgenossenschaft Obersteckholz mit eigenen Anlagen versorgt. Etwa 90 Liegenschaften werden heute im Westen der Gemeinde, in den Bauzonen Habcherig, Kuhnhubel und Winkel sowie im Hübeli/Hubel, vom Reservoir Heiligbüel aus versorgt. In einer ersten Phase würden 72 Liegenschaften an die neuen Leitungsanlagen angeschlossen werden. (Langenthaler Tagblatt)

Erstellt: 13.06.2018, 17:46 Uhr

Rechnung

Die Obersteckholzer Jahres­rechnung weist ein Plus von fast 21'000 Franken aus, dank einer einmaligen Dividende. Nicht alltäglich ist das Minus bei den Investitionen: Statt 120'000 Franken netto zu investieren, hat die Gemeinde knapp 38'000 Franken eingenommen. Dies, weil Projekte verschoben und Dar­lehen zurückbezahlt wurden. cd

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