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Die ARA-Vision wird Realität

Herzogenbuchsee

Mikroverunreinigungen belasten die Önz. Der Kanton verlangt, dass bis 2025 gehandelt wird. In Herzogenbuchsee wurden nun erste Lösungsansätze vorgestellt.

Die Konzentration der Verunreinigungen in der Önz soll verringert werden.

Die Konzentration der Verunreinigungen in der Önz soll verringert werden.

(Bild: Thomas Peter)

Mehr als 8000 Menschen leben im Einzugsgebiet der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Wanzwil. Das gereinigte Abwasser fliesst bisher in die Önz und macht über 10 Prozent der Wassermenge des Flusses aus.

Das ist ein bedeutender Teil des Gesamtvolumens, schon kleinste Verunreinigungen im Abwasser haben Einfluss auf den Lebensraum Önz. Es sind Mikroverunreinigungen aus dem Alltag: Rückstände von Medikamenten, Lebensmittelzusätzen oder Pflegeprodukten.

Weil deren Konzentration in der Önz die seit 2016 in der Gewässerschutzordnung festgesetzten Werte übersteigt, wird im Oberaargau schon seit geraumer Zeit nach einer langfristigen Lösung gesucht.

Vorschlag kritisiert

Bereits 2014 schlug das kantonale Amt für Wasser und Abfall (AWA) vor, das Abwasser aus der Region Herzogenbuchsee zur ARA in Wangen-Wiedlisbach zu pumpen, dort zu reinigen und in die Aare zu leiten. Zwar hätte man die Mikroverunreinigungen so nicht entfernt, denn auch in Wangen fehlen die Filter dazu, aber diese hätten im hohen Volumen der Aare einen verschwindend kleinen Anteil: Die Werte würden den gesetzlichen Vorgaben genügen.

Langenthaler Tagblatt

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