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Den Platzproblemen der Schule entgegenwirken

4,55 Millionen Franken kostet der Neubau für Kindergarten und Unterstufe. Darüber entscheiden die Stimmberechtigten in Huttwil Mitte Mai.

Auf diesem Areal neben dem Schulhaus Städtli in Huttwil soll die Baute entstehen. Das wurde letzten Sommer bekannt.
Auf diesem Areal neben dem Schulhaus Städtli in Huttwil soll die Baute entstehen. Das wurde letzten Sommer bekannt.
Thomas Peter

Fünf verschiedene Schulstandorte in Huttwil sind ineffizient: Das ist die Ausgangslage für das Projekt, das in Huttwil einen Neubau vorsieht. Langfristig plant die Gemeinde, die Schulstandorte auf drei zu konzentrieren: Städtli, Hofmatt und Schwarzenbach, wie Gemeindepräsident Walter Rohrbach am öffentlichen Informationsanlass erklärte.

Um den engen Platzverhältnissen im Städtlischulhaus entgegenzuwirken und dem sanierungsbedürftigen Kindergarten an der Südstrasse neuen Raum zu verschaffen, wurde in einer Kommission das Projekt ausgearbeitet. Es sieht vor, für Kindergarten und Unterstufe neu zu bauen und den Pausenplatz neu zu gestalten. Geplant ist ein Neubau auf zwei Ebenen neben dem Städtlischulhaus im Hang zum Dornackerweg (wir berichteten).

«Minimal» oder «Optimal»?

Detailliert vorgestellt wurde das Projekt nun von den Architekten Andreas Amrein vom gleichnamigen Büro in Sursee und Florian Seibold der ASP Landschaftsarchitekten AG in Zürich. Es ist in zwei Teile gegliedert: Gebäude mit Umgebung (A) und Pausenplatz (B). Projektteil B wiederum kann auf zwei Arten umgesetzt werden, entweder in «Minimal» oder «Optimal». Der Unterschied besteht darin, dass der Pausenplatz in der optimalen Variante beschattet und der Bereich am Rand des Platzes neu gestaltet wird.

Beide Varianten sehen vor, die Veloplätze zu verlegen, die bestehenden Spielgeräte auf einen neueren Stand zu bringen oder zu ersetzen und den Schulhausgarten anzupassen, sodass er besser nutzbar wird. Bei «Minimal» werden die Kosten mit 180000 Franken angegeben, während «Optimal» mit 450000 Franken zu Buche schlagen würde. Die Baukosten für Gebäude und Umgebung (A) werden mit 4,55 Millionen Franken angegeben. Sie setzen sich hauptsächlich aus Vorbereitungsarbeiten, dem Neubau mit Umgebung, Baunebenkosten und der Ausstattung zusammen.

Über die Varianten und den Neubau an sich entscheidet das Stimmvolk an der Urne. Darüber abgestimmt wird in Huttwil am 19. Mai.

Heizen mit Fernwärme

Der Neubau sieht im Erdgeschoss zwei Kindergärten vor. Der Eingang dazu liegt gemäss den Plänen an der Südseite zum Dornackerweg. Im Untergeschoss befinden sich zwei neue Schulräume mit Eingang gegen das Städtlischulhaus hin. Alle Räume sind zwar rollstuhlgängig, die Etagen für Menschen mit einer Behinderung jedoch nur über einen Aussenweg zugänglich.

Das Gebäude ist im Minergiestandard entworfen und beinhaltet eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, die für das Warmwasser verwendet werden kann. Auch ist ein Anschluss an das Fernwärmenetz vorgesehen. Die Konstruktion ist ein Mischbau mit einem Sockelgeschoss in Massivbauweise und einem Erdgeschoss in Leichtbauweise mit Holz. Beide Etagen verfügen über einen gedeckten Aussenbereich.

Erweitern kaum im Städtli

Ob später der Bau von weiteren Schulräumen im Städtli möglich sei, falls die vielen leeren Wohnungen in Huttwil von Familien bewohnt werden würden, fragte jemand aus dem Publikum. Das sei nur begrenzt möglich, antwortete Adrian Lienhart, Gemeinderat Ressort Bildung (SVP). Beim Schulhaus Schwarzenbach hingegen sei noch Potenzial vorhanden. Zusätzlich käme als strategische Schulraumreserve das Schulhaus Nyffel infrage. Eine Erweiterung des geplanten Neubaus sei nicht möglich, weil die danebenstehende alte Turnhalle, von der Denkmalpflege als schützenswert eingestuft, nicht abgerissen werden dürfe. Und um das bestehende Schulhaus nicht zu konkurrenzieren, sei eine Aufstockung laut der Denkmalpflege ebenfalls nicht erlaubt.

Wie sich die Situation mit den Leerwohnungsbeständen entwickelt, kann die Gemeinde Huttwil nicht voraussehen. Wegen der hohen Schülerzahlen muss im Sommer, so erklärte Gesamtschulleiter Pierre Zesiger,eine dritte 5. Klasse eröffnet werden. Dadurch werde einer der beiden neuen Schulräume bereits ausgelastet sein.

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