Das Projekt nimmt Fahrt auf

Niederbipp/Wolfisberg

Die konkrete Planungsphase für die Fusionsabklärungen der beiden Gemeinden ist ­angelaufen. Bereits im September wird der definitive Entscheid an der Urne gefällt.

<b>Möglicherweise bald vereint:</b> Das Projektteam strebt die ­ Zusammen­führung der beiden Dörfer an.

Möglicherweise bald vereint: Das Projektteam strebt die ­ Zusammen­führung der beiden Dörfer an.

(Bild: Thomas Peter)

Anfang Jahr haben die beiden ­Gemeinden Niederbipp und ­Wolfisberg einen Vertrag unterzeichnet, um die Fusionsverhandlungen weiterzuführen. Am Donnerstag traf sich nun der Projektausschuss zu einer Sitzung und segnete den Zeitplan für das Fusionsprojekt ab.

Die Bevölkerung der kleinen Berggemeinde hat bereits dem Fusionsprojekt Oberaargau Nord im vergangenen September grossmehrheitlich zugestimmt. Als das Projekt bachab geschickt wurde, erklärte sich Niederbipps Gemeindepräsidentin Sibylle Schönmann (SVP) sofort dazu bereit, nach Lösungen für die kleine Nachbargemeinde zu suchen. Die Wolfisberger wiederum befürworteten Fusionsabklärungen mit dem grossen Nachbarn an ihrer Gemeindeversammlung im Dezember. Und der Wolfisberger Gemeindepräsident Ueli Leuenberger erntete viele Sympathien an der Niederbipper GV, als er die Gemeinsamkeiten ansprach und in Anspielung auf die Dorfzunft betonte, er sei zwar ein Bergler, aber immer auch eine Wildsau gewesen.

Ausschuss und Arbeitsgruppe

Die Leitung des Ausschusses obliegt Sibylle Schönmann, weitere Mitglieder sind Ueli Leuenberger sowie die beiden Gemeindeschreiber Ruth Hügli und Thomas Reber. Projektsekretär ist erneut Martin Buchli vom Büro Recht & Governance. Er hatte bereits das Fusionsprojekt Oberaargau Nord betreut. Auch für das nun vorliegende kleinere Projekt wird wieder eine Interkommunale Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Dieser gehören alle zwölf Gemeinderätinnen und Gemeinderäte von Niederbipp und Wolfisberg an.

Bei einer ­Zustimmung wäre die Hochzeit per 1.?Januar 2019 beschlossene Sache.

In einem ersten Schritt geht es nun aber vor allem darum, den Istzustand zu analysieren und Alternativen für die künftige Gemeindeorganisation zu prüfen. Zudem sollen die Inhalte für den Grundlagenbericht festgelegt werden, wie es dem Zeitplan des Projektausschusses zu entnehmen ist. Im Juni werden dann die bisher getätigten Abklärungen vom Amt für Gemeinden und Raumordnung geprüft. Die Ergebnisse werden der Bevölkerung der beiden Gemeinden schliesslich an einer Informationsveranstaltung am 3. Juli in Niederbipp präsentiert. Der Anlass bildet zugleich den Startschuss für die öffentliche Mitwirkungsphase, die rund einen Monat dauern wird.

Sportlicher Zeitplan

Die Eingaben der Bevölkerung werden anschliessend geprüft. Das Projektteam will den angepassten Grundlagenbericht schon im August überarbeiten und verabschieden. Zugleich soll der definitive Fusionsvertrag festgehalten werden. Auch der Botschaftstext sowie die Abstimmungsunterlagen müssen die Gemeinden im letzten Sommermonat vorbereiten. Schliesslich ist die Urnenabstimmung bereits auf den 23. September festgesetzt. Bei einer Zustimmung wäre die Hochzeit von Niederbipp und Wolfisberg per 1. Januar 2019 beschlossene Sache.

Berner Zeitung

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