Seeberg: Warten auf den Kanton

Seeberg

Die Gemeindeversammlung von Seeberg heisst die Orts­planungsrevision sowie das Hochwasserschutzprojekt Mutzbach einstimmig gut.

Quer durch das Mutzbachtäli soll ein rund 6,5 Meter hoher Erddamm aufgeschüttet werden – 400 Meter oberhalb der Oschwandstrasse. Auf diese Weise wird ein rund 22'000 Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken geschaffen.

Quer durch das Mutzbachtäli soll ein rund 6,5 Meter hoher Erddamm aufgeschüttet werden – 400 Meter oberhalb der Oschwandstrasse. Auf diese Weise wird ein rund 22'000 Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken geschaffen.

(Bild: Thomas Peter)

Die Wanderung zum Mutzbachfall gilt unter Rotsocken als Geheimtipp. Mit seinen 14 Metern Fallhöhe ist er der grösste Wassersturz im Oberaargau. Normalerweise hat der Mutzbach nicht viel Wasser. Aber wenns mal richtig schifft, kann sich das schnell ändern. Die Seeberger Gemeindeversammlung stimmte deshalb am Dienstag einem Kredit über 2,5 Millionen zu. Mit dem Geld soll ein Damm gebaut werden, der im Notfall 22'000 Kubikmeter Wasser zurückhalten kann. So wäre Riedtwil für ein 30-jährliches Hochwasser gewappnet.

Bereits im Juli werden die Bauarbeiten beginnen. «Die kostenintensiven Arbeiten erfolgen aber erst später», informierte Gemeinderat Andreas Mühlemann. Der Grund: Erst im Herbst fällt der Kanton seinen Subventionsentscheid. Die Gemeinde rechnet damit, dass der Berner Regierungsrat gut 1,9 Millionen Franken übernehmen wird.

Kommts zum Rechtsstreit?

Die Gemeinde wartet bei einem weiteren Geschäft auf Bescheid des Kantons. Auch bei der Ortsplanungsrevision, die einstimmig angenommen wurde, gibt es umstrittene Punkte. Konkret hat das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) drei Genehmigungsvorbehalte angemeldet.

Besonders umstritten ist die Umzonung des Schulhauses Riedtwil. Die Gemeinde will den Sportplatz in eine Wohnzone umzonen, mit dem Argument, dass dieser bereits überbaut sei. Das AGR sah das bei der Vorprüfung anders. Ob das Amt seine Meinung ändern wird, zeigt sich im Herbst, beim Genehmigungsverfahren. Die Gemeinde hat bereits angekündigt, bei einem negativen Entscheid seitens AGR eine Beschwerde in Erwägung zu ziehen.

Die Rechnung 2016 schliesst die Gemeinde mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Aufwand und Ertrag belaufen sich auf je gut 5,8 Millionen Franken.

qsc

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