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Das Gewerbe will mitziehen

Das Wakkerpreis-Fest steht bevor, und die Stadtvereinigung Langenthal steht unter Zugzwang. Schliesslich will sie von der einmaligen Plattform profitieren.

Mitte Januar informierten der Schweizer Heimatschutz und die Stadt über die unerwartete Wakkerpreis-Vergabe.
Mitte Januar informierten der Schweizer Heimatschutz und die Stadt über die unerwartete Wakkerpreis-Vergabe.
Nicole Philipp

Es ist eine ganz einfache Frage, die Peter Frei in den Raum stellt: «Was machen wir?» Der Vorstandspräsident der Stadtvereinigung Langenthal (SVL) möchte nämlich, dass das lokale Gewerbe nachhaltig von der Wakkerpreis-Auszeichnung profitieren kann. Beim Forum im Wooghüsli der Braui geht es also darum, konkrete Ideen zu präsentieren. Denn der Zeitraum der SVL ist sportlich, steigt doch das grosse Fest bereits am Samstag, 29. Juni.

Seitens Stadt werden derzeit Traubenzuckerpackungen mit dem schlichten Aufdruck «Wakkerpreis 2019 Langenthal» an die Geschäfte, Dienstleister und das Gastgewerbe abgegeben, um sie unter der Bevölkerung verteilen zu lassen. «Traubenzucker... wahnsinnig innovativ», spottet einer der anwesenden Gewerbler. Doch nun geht es darum, seitens SVL eine mehr oder minder spontane Idee umzusetzen. Und manchmal seien spontane Vorschläge die besten, findet ein Forumsteilnehmer.

«Wie wäre denn eine farbige Stofftasche mit einer Pflanze drin und einem Fähnchen, wo ‹Wakkerpreis› und ‹Stadtvereinigung› draufsteht?», fragt Michael Schenk. Der Vorschlag des SVP-Stadtrats und Geschäftsleiters von Blumen Schenk an der Waldhofstrasse kommt an, denn für einen Betrag von etwa 50 Franken könnte dann vor jedem Geschäft eine solche Pflanze stehen. Am besten in einer roten Tasche, damit sie bereits von weit her erkennbar ist. An dieser Farbe hätte sogar der Stapi Freude, befindet ein Mitglied. Alle im Wooghüsli lachen. Doch der Plan steht, bis Ende Woche soll ein Prototyp her, und danach sollen so viele SVL-Mitglieder wie nur möglich mit ins Boot geholt werden. Denn eine gute Wirkung komme schliesslich nur mit der Masse.

Vom Würstchen zum Bier

Die Stadtvereinigung möchte das Thema Wakkerpreis nicht nur für diesen einen Samstag Ende Juni bewirtschaften, sondern über einen weitaus längeren Zeitraum. Die Pflanzen, so versichert Michael Schenk, blieben sicherlich bis im Herbst bestehen. Vorstandspräsident Peter Frei merkt an, die Stadt sei bei der Planung rund um den Wakkerpreis etwas langsamer unterwegs als frühere Standorte. Dennoch gelte es, den Wert dieser Verleihung nicht zu unterschätzen. Entsprechend sollen sich die Gewerbler auch Gedanken über spezielle Produkte machen. Düby lanciert etwa Wakkerwürstchen, bei anderen Unternehmen sollen ein Wakkerbier, Gebäck oder Schokolade ein Thema sein.

Wakkerwürstchen, ein Wakkerbier, auch Gebäck oder Schokolade sind ein Thema.

Und nicht zuletzt steht in Langenthal am Veranstaltungstag eine vom Gemeinderat bewilligte Freinacht an. Die Gastrobetriebe steckten bereits in der Planung und sprächen sich untereinander ab, sagt Irene Ruckstuhl, die unter anderem auch das kommende Street Festival organisiert. Vieles ist möglich in der Stadt, um diesen Architekturpreis und sich selber zu feiern. Aber fertig wird das meiste wohl erst auf den letzten Drücker.

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