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Dank wenigen Spitzenzahlern

Die Rechnung von Niederbipp schliesst deutlich besser als erwartet. Die tiefere Steueranlage soll so gehalten werden.

Blick auf Niederbipp: Die Jahresrechnung der Gemeinde ist deutlich besser als erwartet (Archivbild).
Blick auf Niederbipp: Die Jahresrechnung der Gemeinde ist deutlich besser als erwartet (Archivbild).
Marcel Bieri

Die Jahresrechnung 2018 der Gemeinde Niederbipp zeigt ein erfreuliches Bild: Bei einem Umsatz von 24,1 Millionen Franken schliesst sie im Gesamthaushalt mit einem Gewinn von gut 80'000 Franken. Das entspricht einer deutlichen Besserstellung, war das Budget doch von einem Defizit von 440'000 Franken ausgegangen.

Das seit vielen Jahren beste Ergebnis der Gemeinde ist auf den Fiskalertrag zurückzuführen. Dieser übertreffe mit 12 Millionen Franken alle Erwartungen, schreibt der Gemeinderat in seiner Medienmitteilung. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 (10,8 Millionen) entspricht das einer Zunahme von über 11 Prozent.

Diese Entwicklung ist fast ausschliesslich auf wenige Spitzensteuerzahler bei den natürlichen Personen zurückzuführen. Seit Jahren wachse der Steuerertrag der natürlichen Personen in Niederbipp im kantonalen Vergleich überdurchschnittlich stark an, heisst es.

Im Geschäftsjahr 2018 verstärkt sich dieser Trend jetzt noch.Anders sieht es bei den Erträgen der juristischen Personen aus: Diese brechen 2018 regelrecht ein.Das Resultat liegt dort 592'000 Franken unter den Erwartungen. Der Gemeinderat spricht diesbezüglich von einer enttäuschenden Entwicklung.

Da der Allgemeine Haushalt einen Gewinn ausweist und die ordentlichen Abschreibungen kleiner sind als die Nettoinvestitionen, müssen systembedingte zusätzliche Abschreibungen in der Höhe von rund 1,08 Millionen Franken in die finanzpolitischen Reserven eingelegt werden.

«Der Fiskalertrag übertrifft mit 12 Millionen Franken alle Erwartungen.»

Der Gemeinderat

Nach Vornahme dieser zwingenden Einlage resultiert ein ausgeglichenes Ergebnis.Belastet wird die Rechnung vor allem durch den Personalaufwand. Dieser liegt aufgrund von Neueinstellungen an der Tagesschule und Rückstellungsbildungen (Überzeit) fast 4 Prozent über dem Budget.

«Bemerkenswert»

Die sanierungsbedürftige Spezialfinanzierung Wasser schreibt im Geschäftsjahr 2018 einen Gewinn von 159'000 Franken. Dies dank Sparmassnahmen und einer geringfügigen Gebührenerhöhung.

Die Spezialfinanzierung Abwasser verzeichnet ein erwartetes Defizit von 389'000 Franken. Trotz der per Anfang 2018 durch den Gemeinderat beschlossenen Gebührenreduktion verringere sich das sehr hohe Eigenkapital der Spezialfinanzierung unter dem Strich kaum. Die Spezialfinanzierung Abfall erwirtschaftet einen Gewinn von 12'000 Franken, was den Erwartungen entspricht.

Die als Spezialfinanzierung geführte Stromversorgung wiederum generiert bei einem Umsatz von 4,3 Millionen Franken ein Plus von knapp 300'000 Franken. Im Wissen, dass Niederbipp kantonsweit einer der günstigsten Stromanbieter sei, könne dieses Resultat als bemerkenswert bezeichnet werden, teilt der Gemeinderat mit.

Ein recht hoher Abschreibungsbedarf belastet die einseitige Spezialfinanzierung Feuerwehr. Es resultiert ein Defizit von 55'000 Franken. Das Eigenkapital sinkt dadurch markant auf 273'000 Franken.

Weniger investiert

Die Nettoinvestitionen betragen 2,73 Millionen Franken. Budgetiert waren rund 4,43 Millionen. «Es kann einmal mehr beobachtet werden, dass das zur Verfügung stehende Investitionsbudget nicht annährend ausgeschöpft wird», schreibt der Gemeinderat. Die Bücher zeigten, dass die Gemeinde finanziell sehr solid aufgestellt sei.

Gestützt auf Finanzplan und aktuellen Hochrechnungen geht der Gemeinderat davon aus, dass die 2019 reduzierte Steueranlage (1,30) zumindest mittelfristig gehalten werden könne.

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