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Damit die Decke nicht einstürzt

Seit den Frühlingsferien stützen Balken das Dach der Tagesschule ab. Einige Eltern sind um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt. Die Stadt sagt aber: Es besteht keine Gefahr.

«Die Stützen sind eine provisorische Massnahme», sagt Stadtpräsident Reto Müller.
«Die Stützen sind eine provisorische Massnahme», sagt Stadtpräsident Reto Müller.
Daniel Fuchs

Der Pavillon der Tagesschule ist einsturzgefährdet – das zumindest glauben einige Eltern, die ihre Kinder an die Ringstrasse 24 schicken. Seit kurzem stützen hier nämlich mehrere Balken die Decke in den einzelnen Zimmern ab.

Von der Leitung der Tagesschule habe es keine genaue Auskunft gegeben, und beim Stadtbauamt sei er unhöflich abgewimmelt und vertröstet worden, sagt ein Vater zweier Schulkinder gegenüber dieser Zeitung.

Was ist dran an der Sorge? Ist das Gebäude an der Ringstrasse wirklich einsturzgefährdet? Nein, heisst es seitens der Stadt Langenthal. Reto Müller (SP), Stadtpräsident und Präsident der Bau- und Planungskommission, sagt: «Es besteht keine akute Gefahr.» Er gibt jedoch zu: «Die Konstruktion sieht nicht wirklich chic aus.» Es sei teilweise ein Gestell, das die Decke mit mehreren Balken abstütze. «Der Pavillon ist dadurch aber zu 100 Prozent sicher.»

Provisorische Massnahme

Der mangelhafte Zustand des Dachs habe sich bei einer Kontrolle gezeigt. In der Vergangenheit wies das Dach bereits hie und da undichte Stellen auf. Die meisten Sanierungsarbeiten wurden während der Frühlingsferien unter der Decke gemacht.

Wichtig für Reto Müller zu erwähnen, ist, dass die Kinder in der Tagesschule in keiner Weise gefährdet seien. Und: «Die Stützen sind eine provisorische Massnahme.» Kurz- oder mittelfristig solle eine andere Lösung her.

Kommt Neubau anderswo?

An der Ringstrasse werden Kindergarten- und Schulkinder betreut. Es ist derzeit die grösste der drei Tagesschulen in Langenthal. Die beiden anderen Angebote befinden sich im Hard und im Zwinglihaus. Der Pavillon an der Ringstrasse wurde bereits im Jahr 1974 eröffnet und etappenweise ausgebaut. Das Gebäude ist aber in die Jahre gekommen.

Deshalb soll ein Ersatzbau her. Vorübergehend könnte ein Pavillon aus Holzcontainern auf dem Kreuzfeld-Areal aushelfen. Die verantwortlichen Gemeinderäte und Amtsvorsteher hätten sich dazu erste Gedanken gemacht, sagt Müller.

Von einem weiteren, kurzfristigen Provisorium sehe man ab. Entweder soll ein Bau an der Ringstrasse entstehen oder an einem anderen Standort. «Von der Lage her ist es heute suboptimal», sagt Müller. Es gelte abzuklären, wie gross der Raumbedarf der Tagesschule bei den dezentralen Schulzentren sei.

So könnten Räume an jenen Standorten erschlossen oder gebaut werden. Denn das Ziel der Stadt ist klar: Die Tagesschule soll künftig näher zu den Schulen rücken.

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